Dem Papst ganz nah: Delegierter aus Würzburg im Vatikan dabei!
Wolfgang Scharl vertritt Würzburg beim Vatikan-Treffen, thematisiert Hoffnung und Einheit unter katholischen Bewegungen.

Dem Papst ganz nah: Delegierter aus Würzburg im Vatikan dabei!
Was für ein beeindruckendes Ereignis! Vom 4. bis 6. Juni fand im Apostolischen Palast das Jahrestreffen des „Dikasteriums für die Laien, die Familie und das Leben“ statt, bei dem auch Wolfgang Scharl, der Landvolkseelsorger der Diözese Würzburg, anwesend war. Rund 230 Delegierte aus aller Welt kamen zusammen, um sich über Themen der Hoffnung und Gemeinsamkeit auszutauschen. Hinter diesem internationalen Treffen steht die FIMARC (Fédération Internationale des Mouvements d’Adultes Rurales Catholique), für die Scharl als Delegierter auftrat, da der Präsident Philip Biswas aus Bangladesch nicht teilnehmen konnte. FIMARC ist ein Netzwerk ländlicher katholischer Erwachsenenbewegungen und hat Mitglieder aus etwa 50 Ländern. Pow.bistum-wuerzburg.de berichtet, dass die Atmosphäre im Apostolischen Palast von einem starken Gefühl der Einheit geprägt war.
Ein persönliches Treffen mit Papst Leo XIV. war zwar geplant, musste jedoch aufgrund von Terminschwierigkeiten entfallen. Dennoch hielt der Papst eine eindrucksvolle Ansprache mit einer Verspätung von 45 Minuten, in der er die Versammelten zur Einheit aufrief. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, beim Papstgottesdienst zu Pfingsten ganz nah am Altar auf dem Petersplatz zu sitzen, was für viele eine besondere Erfahrung darstellte. Scharl hielt während einer Messe im Petersdom eine Fürbitte auf Deutsch, zelebriert von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, was seine Verbindung zur internationalen Gemeinschaft unterstrich. Hier stand alles im Zeichen des Heiligen Jahres „Hoffnung“.
Inspirierende Reden und persönliche Begegnungen
Im Rahmen des Jahrestreffens sprach auch der philippinische Kardinal Luis Antonio Tagle, der durch persönliche Anekdoten die Versammelten begeisterte. Die Leitung des Treffens übernahm Kardinal Kevin Farrell, der Präfekt des „Dikasteriums für Laien, Familie und Leben“. Scharl zeigte sich besonders angetan von den Kleingruppenarbeiten, die den Delegierten die Möglichkeit boten, ihre Erfahrungen zu teilen. Der Austausch drehte sich darum, wie Verbände als Zeichen der Hoffnung für Menschen fungieren können, insbesondere in den Ländern des Globalen Südens. Hierbei betonte Scharl, wie wichtig es ist, soziale und politische Themen mit Spiritualität zu verbinden.
Die Bedeutung dieser Geistlichen Bewegungen wird auch von Papst Leo XIV. stark unterstützt. Katholisch.de hebt hervor, dass der Papst die Bewegungen bei ihren missionarischen Tätigkeiten ermutigt und einen klaren Aufruf zur Einheit mit der Papstkirche aussprach. Es ist ihm wichtig, dass die Gemeinschaften nicht nur innerhalb ihrer eigenen Reihen, sondern auch in Verbindung mit den Hirten der Kirche, den Pfarreien und den Orden Stärke zeigen.
Ein Blick auf die Kirche
Papst Leo XIV. ermutigt alle Geistlichen, ihre Verantwortung als Führer zu erkennen und unterstützt die Idee, dass sowohl die „Gaben der Hierarchie“ als auch die „charismatischen Gaben“ für die Kirche von grundlegender Bedeutung sind. In einer von ihm geleiteten Sitzung, die zu den diesen Treffen gehörten, erwähnte er die Notwendigkeit, sich den Herausforderungen zu stellen, die mit der Missionierung und dem Dienst an den Gläubigen verbunden sind. Hier zeigt sich ein klarer Fokus auf die Solidarität und die Weitergabe des Glaubens an die nachkommenden Generationen.
Ein eindrucksvolles Bild vom Engagement in der katholischen Kirche wurde auch durch den Besuch des Papstes am 12. Juni im Dikasterium für die Bischöfe unterstrichen, wie Vaticannews.de berichtet. Bei diesem Besuch feierte Leo XIV. eine Messe und traf eine Reihe von wichtigen kirchlichen Persönlichkeiten, um den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren weiter zu vertiefen. Die Energie und Begeisterung, die von diesen Treffen ausgeht, lässt auf eine lebendige und zukunftsorientierte katholische Gemeinschaft hoffen.