Brückenabriss bei Strullendorf: Vollsperrung für Verkehr bis Dezember!
Brückenabriss bei Strullendorf im Kreis Bamberg: Vollsperrung der B505 bis 1. Dezember 2025. Details und Umleitungen hier.

Brückenabriss bei Strullendorf: Vollsperrung für Verkehr bis Dezember!
Im Landkreis Bamberg hat sich in den letzten Tagen viel bewegt – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Am 30. November 2025 wurde die Brücke der B22 über die B505 bei Strullendorf, die seit Mai 2025 aufgrund ernsthafter Schäden gesperrt war, abgerissen. Der weitere Betrieb war nicht mehr möglich, sodass die Entscheidung zum Abriss schließlich unumgänglich wurde. Die Abrissarbeiten, die am 28. November 2025 begannen und bis in die Morgenstunden des 29. November 2025 in der aufgeräumten Nacht des Rückbaus endeten, sorgten für eine umfassende Vollsperrung der B505.
Die Baustelle wurde von der Firma Max Wild mit sieben massiven Baggern, deren Gewicht zwischen 40 und 75 Tonnen variierte, bearbeitet. In Summe wurden etwa 1.800 Kubikmeter Baumaterial bewegt, ohne dass am darauffolgenden Sonnenaufgang noch Überreste der Brücke sichtbar waren. Max Fus, Oberbauleiter des Projekts, erläuterte die Herausforderungen des Abrissprozesses und hob hervor, dass alles planmäßig ablief. Trotz der Komplexität des Abrisses gab es keine Zwischenfälle, und die Seite bleibt für Fußgänger und Fahrzeuge dicht.
Verkehrsbeeinträchtigungen und Umleitungen
Die Vollsperrung der B505 sorgte für massive Verkehrsbehinderungen, die Autofahrer seit Monaten geplagt haben. Die Umleitungen sind vor allem für jene von Bedeutung, die aus dem Süden kommen. Sie müssen die B505 über Hirschaid, die St2260 und die A73 nach Bamberg-Ost benutzen. Für Fahrzeuge, die aus nördlicher Richtung über die A73 anreisen, ist eine Abfahrt auf die B505 nicht möglich; eine Umleitung über Hirschaid ist hier erforderlich. Die Auffahrten zur B505 in Richtung Süden aus Bamberg sowie die von Strullendorf auf die B505 in Richtung A73 bleiben jedoch befahrbar.
Neues Infrastrukturprojekt in Planung
Angesichts der veralteten Brücke und der zunehmenden Anforderungen an die Verkehrsinfrastruktur ist die geplante provisorische Rampe mit einer Linksabbiegespur zur Staatsstraße nach Strullendorf ein Schritt in die richtige Richtung. Diese Rampe soll bis zum Frühjahr 2026 fertiggestellt werden und könnte die Verkehrssituation am Knotenpunkt B22/B505 deutlich verbessern. In Deutschland umfasst die Verkehrsinfrastruktur etwa 40.300 Brücken, viele davon aus den Boomjahren zwischen 1960 und 1985, die mittlerweile umfassend modernisiert werden müssen, um den heutigen Anforderungen gerecht zu werden. Dies ist auch Teil eines bundesweiten Programms zur Brückenmodernisierung, das darauf abzielt, die Tragfähigkeit und Sicherheit der Brücken zu erhöhen und Großraum- und Schwertransporte zu unterstützen.
Das staatliche Bauamt hat außerdem vor den Gefahren durch herabfallende Betonteile während der Abbrucharbeiten gewarnt und ein absolutes Halteverbot im Baustellenbereich angeordnet.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Verkehrsführung und die Infrastruktur im Bereich Strullendorf zukunftsträchtig entwickeln werden. Die Arbeiten am neuen Bauwerk könnten das Gesicht dieser wichtigen Verkehrsader nachhaltig prägen.