Rote Bänke in Aichach: Zeichen gegen häusliche Gewalt erblühen

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Am 30.11.2025 wurden in Aichach zwei Rote Bänke eingeweiht, um gegen häusliche Gewalt zu sensibilisieren und Unterstützung zu bieten.

Am 30.11.2025 wurden in Aichach zwei Rote Bänke eingeweiht, um gegen häusliche Gewalt zu sensibilisieren und Unterstützung zu bieten.
Am 30.11.2025 wurden in Aichach zwei Rote Bänke eingeweiht, um gegen häusliche Gewalt zu sensibilisieren und Unterstützung zu bieten.

Rote Bänke in Aichach: Zeichen gegen häusliche Gewalt erblühen

In Aichach setzt man ein starkes Zeichen gegen häusliche Gewalt: Vor dem Landratsamt und dem Familienstützpunkt wurden zwei markante Rote Bänke eingeweiht. Dieses Engagement fand im Rahmen des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, der am 25. November begangen wird, statt. donaukurier.de berichtet, dass diese Bänke eine Initiative des Landkreises Aichach-Friedberg darstellen, die auf häusliche Gewalt aufmerksam macht und Zivilcourage fördert.

Die Idee der „Roten Bank“, die ursprünglich aus Italien stammt, hat sich rasch über die Grenzen hinweg verbreitet. Im Familienstützpunkt Aichach, unterstützt vom Frauennetzwerk Club Therese, entstand der Wunsch, dieses wichtige Thema sichtbarer zu machen. Die Realisierung erfolgte durch eine engagierte Spendenakquise von Julia Baur und die Unterstützung des Landkreises, während die Gleichstellungsstelle an der Umsetzung beteiligt war, insbesondere in Kooperation mit der Caritas-Tagesstätte für psychische Gesundheit.

Symbol für Solidarität und Hilfe

Die Herstellung der Bänke wurde in liebevoller Handarbeit von einem kleinen Team um Ralf Dippel durchgeführt. Diese Rote Bank soll nicht nur Aufmerksamkeit und Solidarität symbolisieren, sondern auch konkrete Hilfe leisten. Sie ist mit einem Schild ausgestattet, das Informationen über das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ bereithält. Zusätzlich führt ein QR-Code auf dem Schild zu weiterführenden Unterstützungsangeboten.

In den Bänken selbst befindet sich ein Fach mit Flyern, die wichtige Informationen zu Hilfsangeboten bereitstellen. Ziel ist es, Betroffenen eine niederschwellige Informationsquelle zu bieten, da viele oft nicht wissen, wo sie Hilfe finden können. Die Telefonnummer des Hilfetelefons, das rund um die Uhr anonym und kostenfrei erreichbar ist, lautet 08000/11 60 16.

Ein Blick auf die gesellschaftliche Realität

Häusliche Gewalt ist ein allgegenwärtiges Problem, das Frauen in allen gesellschaftlichen Schichten betrifft. Laut einer Untersuchung, die von der bmbfsfj.bund.de veröffentlicht wurde, ist jede dritte Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben Opfer physischer und/oder sexualisierter Gewalt. Gerade im Kontext der jüngeren Initiativen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen ist es wichtig, über die tief verankerten patriarchalen Strukturen zu reflektieren, die diese Gewaltverhältnisse begünstigen.

Die UN-Kampagne „Orange the World“, die seit 1991 aktiv ist, hat ebenfalls das Ziel, die Öffentlichkeit auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen. Diese Kampagne läuft vom Internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte. Diese Anknüpfung zeigt, dass das Thema Frauen und Gewalt nicht nur lokal, sondern auch global von großer Bedeutung ist. mdr.de berichtet, dass der Schwerpunkt der Kampagne 2025 auf Gewalt liegen wird, die Frauen und Mädchen in der Öffentlichkeit erleben, sei es am Arbeitsplatz, auf der Straße oder in digitalen Räumen.

Insgesamt zeigen die Initiativen in Aichach und darüber hinaus, dass sich die Gesellschaft verstärkt mit den Herausforderungen und Auswirkungen von häuslicher Gewalt auseinandersetzt. Es bleibt zu hoffen, dass die Roten Bänke in Aichach eine breite Diskussion anstoßen und Betroffenen helfen, den ersten Schritt aus der Isolation zu wagen.