In Erlangen ging am Sonntagmorgen, dem 30. November 2025, ein riskantes Manöver eines 18-Jährigen ordentlich schief. Der junge Mann lieferte sich eine verheerende Verfolgungsjagd mit der Polizei, die mehrere Fahrzeuge beschädigte und für reichlich Chaos auf den Straßen sorgte. Laut InFranken überholte der Fahrer in der Günther-Scharowsky-Straße zwei andere Autofahrer mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit, was diese alarmierte und den Notruf absetzten. Doch das war nur der Anfang eines gefährlichen Verhaltens, das aus dem Ruder lief.
Die Polizei reagierte sofort, verlor das flüchtige Fahrzeug jedoch schnell aus den Augen, da der Fahrer mit rasanter Geschwindigkeit unterwegs war. In der Löhestraße gelang es einer Polizeistreife schließlich, das Fahrzeug wieder aufzunehmen und die Verfolgung aufzunehmen. Doch der 18-Jährige wollte sich offenbar nicht einfach stellen und setzte seine Flucht fort.
Ein gefährliches Spiel mit Folgen
Die Jagd endete in der Drausnickstraße, wo der Fahrer schließlich gefasst und gefesselt wurde. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der 18-Jährige nicht nur unter dem Einfluss von Alkohol, sondern auch von Drogen stand. Ein Atem-Alkoholtest ergab alarmierende 1,44 Promille, was ihn nicht nur zu einem Risiko für sich selbst, sondern auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer machte. In Deutschland liegt die Grenze für das Fahren von Kraftfahrzeugen für Anfänger und unter 21-jährige bei 0,0 Promille, bei 1,1 Promille gilt man als absolut fahruntüchtig. Für den jungen Mann wird dies nun erhebliche rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, denn ab 1,6 Promille sind auch medizinisch-psychologische Untersuchungen erforderlich, die die Wiedererlangung des Führerscheins erschweren können, wie ADAC erklärt.
Zusätzlich hatte der Fahrer keine Fahrerlaubnis und nutzte das Fahrzeug ohne Erlaubnis. Während seiner Flucht verursachte er mindestens neun Verkehrsunfälle und ignorierte zudem mehrere rote Ampeln. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf über 20.000 Euro für den Kleintransporter und auch zahlreiche andere Fahrzeuge wurden beschädigt.
Rechtliche Konsequenzen und Aufruf zur Meldung
Der junge Mann wurde in polizeilichen Gewahrsam genommen, am Morgen jedoch wieder entlassen. Er sieht sich nun einer Reihe von Anklagen gegenüber, darunter die Gefährdung des Straßenverkehrs, das Verbotene Kraftfahrzeugrennen sowie das unerlaubte Entfernen vom Unfallort und Fahren ohne Fahrerlaubnis. Die Polizei Erlangen-Stadt bittet Geschädigte und Zeugen, sich unter der Telefonnummer 09131/760-0 zu melden. Es bleibt abzuwarten, welche Folgen dieses chaotische Verhalten für den 18-Jährigen haben wird, aber eines ist sicher: solch ein rasanter Ausflug führt nicht nur zu lebensbedrohlichen Situationen, sondern wird auch teuer.