Stadt-Umland-Bahn sorgt für Aufregung: CSU fordert Moratorium!
Erlangen plant einen Bürgerentscheid zur Stadt-Umland-Bahn (StUB), um die Anbindung an Nürnberg und Herzogenaurach zu verbessern.

Stadt-Umland-Bahn sorgt für Aufregung: CSU fordert Moratorium!
Das Verlangen nach einer besseren Anbindung zwischen Städten und ländlichen Regionen zeigt sich deutlich im aktuellen Projekt zur Stadt-Umland-Bahn (StUB) in Bayern. Die geplante Verbindung von Nürnberg über Erlangen nach Herzogenaurach könnte die Mobilität in der Region erheblich verbessern. Doch bevor es soweit ist, gibt es einige Herausforderungen zu meistern.
Aktuell gibt es bereits einen testweisen Nutzung der Öffentlichen Verkehrsmittel (Öffis) zwischen Nürnberg-Nord und Herzogenaurach, doch die Fahrtzeit ist alles andere als optimal. Am vorhergehenden Tag betrug die Reise mit Umstieg von der Straßenbahn in den Bus 70 Minuten. Dabei wurde der Passagier etwa 110 Minuten vor dem geplanten Termin auf die Reise geschickt und kam viel zu früh am Ziel an. Mit einer Restfahrzeit von 95 Minuten erwies sich der verspätete Bus als Ärgernis. Ein Taxi wäre eine teure Alternative gewesen und hätte mit 50 Euro zu buche geschlagen, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.
Projektfortschritt und Herausforderungen
Die Stadt Erlangen plant für das Jahr 2024 einen Bürgerentscheid über die StUB, die als Schlüsselprojekt zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs gilt. Die Inbetriebnahme der neuen Verbindung ist für das Jahr 2031 angedacht. Allerdings gibt es innerhalb der Erlanger CSU Bestrebungen, ein Moratorium für die Planung der StUB zu fordern. Dies geschieht trotz der breiten Unterstützung von Industrie, Gewerkschaften, Umweltschützern und der Universität. Insbesondere die Finanzsorgen in Erlangen könnten dem Projekt schaden, möglicherweise werden sie zu Verzögerungen und Kostensteigerungen führen.
Die Bedeutung des ÖPNV ist nicht zu unterschätzen. Laut dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr spielt er eine zentrale Rolle in der Anbindung von ländlichen Räumen an städtische Zentren. Millionen Menschen nutzen täglich die öffentlichen Verkehrsmittel, deshalb ist es wichtig, dass diese attraktiv, sicher, zuverlässig und bezahlbar bleiben. Die Verantwortung liegt dabei bei den Ländern und Kommunen, während der Bund umfassende finanzielle Unterstützung anbietet. Für 2025 stellt der Bund insgesamt 11,56 Milliarden Euro für den Regionalverkehr zur Verfügung.
Im Sinne einer hochwertigen Anbindung in Städten und auf dem Land wird auch die Barrierefreiheit im ÖPNV immer wichtiger. Diese Maßnahme soll es Menschen mit Behinderungen ermöglichen, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Darüber hinaus hat der ÖPNV einen positiven Einfluss auf die Umwelt, da er weniger Treibhausgasemissionen verursacht und Energie effizienter nutzt.
Insgesamt zeigt sich, dass die Umsetzung der StUB und die Verbesserung des ÖPNV mehr als nur technische Herausforderungen mit sich bringen. Finanzierungsfragen und öffentliche Unterstützung sind entscheidend für die künftige Mobilität in der Region. Damit die Menschen in Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach auch in Zukunft gut von A nach B kommen, liegt noch ordentlich Arbeit vor den verantwortlichen Stellen.