Zehnjähriger verletzt: Polizei sucht Zeugen nach Dorfweihnacht-Angriff!
Ein zehnjähriger Junge wurde bei der Dorfweihnacht in Kempten verletzt. Die Polizei sucht Zeugen zu dem Vorfall.

Zehnjähriger verletzt: Polizei sucht Zeugen nach Dorfweihnacht-Angriff!
Am vergangenen Samstag, dem 29. November 2025, fand in Heiligkreuz die beliebte Dorfweihnacht statt. Inmitten der festlichen Stimmung ereignete sich jedoch ein Vorfall, der die Teilnehmenden erschüttert und die Polizei auf den Plan gerufen hat. Ein zehnjähriger Junge wurde auf einem Spielplatz in der Nähe des Kindergartens von einer Gruppe Gleichaltriger verletzt. Die Umstände des Angriffs sind bislang unklar, weshalb die Polizei Kempten noch ermittelt und Zeugen sucht, die möglicherweise Hinweise zu den Tätern oder dem Vorfall geben können. Wer etwas gesehen hat, sollte sich telefonisch unter 0831/9909-2140 bei der Polizeiinspektion Kempten melden, um zur Aufklärung beizutragen. AllgäuHit berichtet dazu.
Solche Vorfälle werfen ein Licht auf die besorgniserregenden Entwicklungen in der Jugendkriminalität. Laut der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2024 ist die Anzahl der tatverdächtigen Kinder um 11,3 % auf 13.755 gestiegen. Besonders hervorzuheben ist der Anstieg von Gewaltkriminalität, die um 1,5 % auf 217.277 Fälle zugenommen hat und damit den höchsten Stand seit 2007 erreicht hat. Die Gesellschaft muss sich fragen: Wie kann solch ein Anstieg in unseren Gemeinden gestoppt werden? Wer sind die Vorbilder für unsere Kinder? Das BKA liefert dazu die Zahlen und Kontext.
Die Situation in Deutschland im Überblick
Die PKS zeigt nicht nur den Anstieg in der Jugendkriminalität, sondern auch, dass insgesamt die Kriminalität in Deutschland 2024 um 1,7 % auf 5.837.445 Straftaten gesunken ist. Ein Hauptgrund für diesen Rückgang ist die Cannabis-Teillegalisierung, die die Rauschgiftkriminalität erheblich reduziert hat. Dennoch ist der Anstieg bei Gewaltkriminalität, insbesondere unter Jugendlichen, alarmierend. Die Gründe dafür könnten vielschichtig sein, von einem mangelnden Zugang zu positiven Freizeitangeboten bis hin zu einem Einfluss durch soziale Medien oder Gruppenzwang.
Die Situation ist nicht auf Bayern beschränkt. In den letzten Monaten haben Berichte über verschiedene Straftaten in unterschiedlichen Regionen gezeigt, dass die Sicherheitslage angegangen werden muss. So kam es zum Beispiel zu einem Brandfall in Maxvorstadt, der mehrere Leichtverletzte zur Folge hatte, sowie zu einem Polizeieinsatz in Bogenhausen, bei dem eine Person mit einem Schwert gesichtet wurde. Diese Vorfälle unterstreichen die Notwendigkeit von mehr Sicherheitsmaßnahmen und präventiven Programmen für Kinder und Jugendliche, um sie vor derartigen gefährlichen Situationen zu schützen. Ein Bericht der Bayerischen Polizei führt zusätzlich weitere Vorfälle auf, die in letzter Zeit hohe Wellen geschlagen haben.
Es ist nun an der Zeit, dass Gemeinschaften, Schulen und Eltern zusammenarbeiten, um ein sicheres Umfeld für unsere Kinder zu schaffen. Der Vorfall bei der Dorfweihnacht ist ein dringender Weckruf, dass wir so nicht weitermachen können. Jeder von uns ist gefordert, aktiv zu werden, sei es durch Gespräche mit den Kindern oder durch Engagement in lokalen Initiativen und Vereinen. Nur gemeinsam können wir sicherstellen, dass sich solche Vorfälle nicht wiederholen.