Würzburgs Hitzeaktionsplan: Grüne Oasen gegen die Sommerhitze!
Würzburgs Hitzeaktionsplan: Neue Grünflächen, Brunneninstandsetzung und Maßnahmen zur Hitzewellenanpassung 2025.

Würzburgs Hitzeaktionsplan: Grüne Oasen gegen die Sommerhitze!
In Würzburg geht es heiß her – und das nicht nur im übertragenen Sinne. Vor zwei Jahren hat die Stadt einen umfassenden Hitzeaktionsplan beschlossen, der nun Schritt für Schritt in die Tat umgesetzt wird. Die Maßnahmen sind so vielfältig wie notwendig, denn die Temperaturspitzen von durchschnittlich 35,7 Grad im Sommer sprechen eine deutliche Sprache. Radio Gong berichtet, dass die Stadt mit einer Vielzahl von neuen Grünflächen auftrumpfen kann, die durch Flächenentsiegelungen entstanden sind.
Besonders auffällig sind die neuen Bäume am Bahnhofsvorplatz, die nicht nur eine schattige Oase anbieten, sondern auch zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen. Die Umgestaltung des Mainufers in Heidingsfeld sowie die Neugestaltung des ehemaligen Bayla-Geländes sind weitere geplante Maßnahmen, um der Hitze entgegenzuwirken. Ein weiteres Highlight ist die Bauminsel, die den ehemaligen Kiosk am Sternplatz ersetzt hat.
Trinkbrunnen und Hitzewarnsysteme
Die Stadtverwaltung hat auch die historische Trinkbrunnen im Blick. Aktuell stehen sechs funktionierende Brunnen zur Verfügung, die gezielt instandgesetzt werden. Zudem werden weitere Brunnen überprüft, um auch diese der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. An den Straßenbahnhaltestellen wird es Fahrgasthinweise vor extremer Hitze geben, was die Mobilität an heißen Tagen ein wenig erleichtert.
Als Teil des Hitzeaktionsplans wird im Hintergrund auch ein Hitzetelefon aufgebaut, um schnell auf Gesundheitsrisiken reagieren zu können. Dieser proaktive Ansatz ist wichtig, denn der Klimawandel bringt nicht nur höhere Temperaturen mit sich, sondern auch häufigere Hitzewellen, die insbesondere ältere Menschen und chronisch Erkrankte stärker belasten. Das Bayerische Kompetenzzentrum für Gesundheitsschutz im Klimawandel unterstützt die Kommunen bei der Entwicklung von Hitzeaktionsplänen und bietet unter anderem Informationsveranstaltungen an, wie auf LGL Bayern zu lesen ist.
Kritik und Herausforderungen
Doch trotz aller Fortschritte gibt es auch Kritik: Die Deutsche Umwelthilfe vergibt für Würzburg im Hitze-Check die Gelbe Karte. Ein zentraler Kritikpunkt sind die zu hohen Betonflächen der Stadt, die die Oberflächentemperatur weiter ansteigen lassen. Die Flächenentsiegelung muss deshalb weiter vorangetrieben werden, um ein nachhaltigeres Stadtklima zu schaffen.
Die Handlungsempfehlungen, die von einer Arbeitsgruppe des Bundesumweltministeriums erarbeitet wurden, umfassen acht Kernelemente. Dazu zählen die zentrale Koordinierung sowie interdisziplinäre Zusammenarbeit, die Nutzung eines Hitzewarnsystems, und die Vorbereitung der Gesundheits- und Sozialsysteme. Diese Elemente sind wichtig für die langfristige Entwicklung einer hitzefreundlichen Stadt.
Um den Austausch zu fördern, organisiert das Bayerische LGL regelmäßige Veranstaltungen und Workshops zum Thema Hitzeanpassung. Hierbei werden auch Videoaufzeichnungen von Fachvorträgen angeboten, die sich mit den Auswirkungen von Klimawandel und Gesundheit beschäftigen. So können die Kommunen voneinander lernen und ihre eigenen Hitzeaktionspläne weiter verbessern.