Prozess gegen Hells Angels: Rocker-Attacke schockt München!

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Prozessbeginn gegen mutmaßliche Rocker in München: bewaffnete Attacke, rivalisierende Gruppen und Hintergrundanalysen.

Prozessbeginn gegen mutmaßliche Rocker in München: bewaffnete Attacke, rivalisierende Gruppen und Hintergrundanalysen.
Prozessbeginn gegen mutmaßliche Rocker in München: bewaffnete Attacke, rivalisierende Gruppen und Hintergrundanalysen.

Prozess gegen Hells Angels: Rocker-Attacke schockt München!

Heute, am 11. Juni 2025, hat in München ein Prozess gegen drei mutmaßliche Rocker für eine bewaffnete Attacke begonnen. Der Vorfall, der vor fünf Jahren in der Nähe des München Nordfriedhofs stattgefunden hat, wirft zahlreiche Fragen auf und wirft einen Schatten auf die ohnehin schon skandalumwobene Rockerszene der Stadt. Die Angeklagten, im Alter von 33, 35 und 39 Jahren, gehören einer Abteilung der Hells Angels an, und die Staatsanwaltschaft wirft ihnen gefährliche Körperverletzung vor. Ihnen wird vorgeworfen, drei Männer getreten und geschlagen zu haben, wobei eine Stichwaffe und eine Schusswaffe zum Einsatz kamen. Besonders brutal war, dass das Hauptziel der Attacke, das mutmaßlich Verbindungen zu einer rivalisierenden Rockerbande hatte, Stichverletzungen im Rücken erlitt, während zwei weitere Personen ebenfalls verletzt wurden Frankenpost.

Was steckt hinter solchen Aggressionen in der Rockerszene? Laut dem Bundeskriminalamt hat die Rockerkriminalität maßgeblich mit der Zugehörigkeit und Solidarität innerhalb der Gruppen zu tun. Rockergruppen wie Hells Angels oder Bandidos sind hierarchisch strukturiert und zeichnen sich durch enge persönliche Bindungen sowie eine geringe Kooperationsbereitschaft mit der Polizei aus. Sowohl die Zusammengehörigkeit als auch die Loyalität werden oft durch spezielle Kleidung oder Abzeichen symbolisiert BKA. In den letzten Jahren häufen sich verstärkt gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Rockergruppen, mit einem hohen Maß an krimineller Energie, das nicht zuletzt durch vergangene Feindschaften und territoriale Ansprüche geprägt ist.

Ein Mann zwischen den Fronten

Ein weiterer Blick auf die Szene gewährt die aufgetauchte Fotografie von Lothar H. (60), einem vorbestraften Ex-Hells-Angels-Mitglied, der kürzlich mit Mitgliedern der "Rock Machine" in Dänemark posierte. Laut seinem Anwalt Stephan Lucas geschah dies aus Freundschaft und keinesfalls als Provokation. Dennoch wirft das Bild Fragen auf, insbesondere weil H. als Schwerkrimineller bekannt ist, der bereits etwa zehn Jahre im Gefängnis verbracht hat und 2018 wegen versuchten Totschlags verurteilt wurde. Nach seiner Haftentlassung kreisen Gerüchte, dass er möglicherweise neue Mitglieder für einen Rockerclub rekrutiert, was in der Szene auf gemischte Reaktionen stößt. Die Polizei hingegen bleibt skeptisch, gibt es doch bislang keine konkreten Hinweise auf einen neuen Ortsverband der "Rock Machine" in München Bild.

Ob die Rockerszene in München also ruhig bleibt, ist fraglich. Die Polizei beobachtet die Situation genau, bleibt jedoch vorsichtig im Umgang mit potenziellen Konflikten und hat bereits Maßnahmen in der Hinterhand. Schließlich ist es in der Vergangenheit oft zu explosiven Ausbrüchen gekommen, bei denen Stich- und Schusswaffen keine Seltenheit sind. Die Unsicherheit, die in der Rockerszene herrscht, scheint nach wie vor hoch zu sein.