Kompromiss für das Eichwaldquartier: Ein neues Kapitel für Lindau!

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Lindauer Stadtrat einigt sich auf Kompromiss für Eichwaldquartier: Kleingärten, Naturschutz und Stadtentwicklung vereint.

Lindauer Stadtrat einigt sich auf Kompromiss für Eichwaldquartier: Kleingärten, Naturschutz und Stadtentwicklung vereint.
Lindauer Stadtrat einigt sich auf Kompromiss für Eichwaldquartier: Kleingärten, Naturschutz und Stadtentwicklung vereint.

Kompromiss für das Eichwaldquartier: Ein neues Kapitel für Lindau!

Ein jahrelanger Streit am schönen Bodensee hat nun überraschend ein Ende gefunden. Im Lindauer Stadtrat fiel gestern die Entscheidung für einen Kompromiss bezüglich des Eichwaldquartiers – und das einstimmig. Die verschiedenen Beteiligten, darunter Kleingärtner, Naturschützer und die Stadtverwaltung unter der Leitung von Vorhabenträger Andreas Schauer, einigten sich auf eine Lösung, die die unterschiedlichen Belange in Einklang bringt. Schwäbische.de berichtet, dass ein Bereich hinter der Therme neu gestaltet werden soll, wo gegenwärtig ein Parkplatz und etwa 100 Schrebergärten existieren.

Diese geplante Entwicklung umfasst ambitionierte Bauprojekte: Eine Eishalle, eine Kletterhalle, ein Hotel, Wohnungen sowie ein Parkhaus sollen dort entstehen. Doch die Schrebergärten, die für viele ein kleines Paradies sind, müssen verkleinert und versetzt werden, was naturgemäß auf Widerstand bei den Gärtnern stößt. In einem Bürgerentscheid zur Therme im Jahr 2017 wurde den Kleingärtnern sogar zugesichert, dass ihre Gärten nicht gefährdet seien – ein Versprechen, das jetzt auf dem Prüfstand steht.

Der Weg zum Kompromiss

Der Kompromiss, der am 26. November 2025 präsentiert wurde, ist das Ergebnis intensiver Verhandlungen, die die Interessen aller Parteien berücksichtigten. Nag Bayern hebt hervor, dass die Eckpfeiler der städtebaulichen Entwicklung den Schutz von Flora und Fauna in den Fokus rücken. Ein Biotopverbund, der östlichen und westlichen Gewässerläufe sowie die Gleise umfasst, soll geschaffen werden.

Zusätzlich wird eine zusammenhängende Fläche für Kleingärten von über 10.000 Quadratmetern im zentralen Entwicklungsbereich gesichert. Zu den unbebauten Arealen, insbesondere im Bereich der früheren Drehscheibe, gibt es ebenfalls Regelungen, die eine Bebauung ausschließen sollen.

Herausforderungen und nächste Schritte

Ein Begleitgremium, das Vertreter aus der Stadtverwaltung, dem Stadtrat, den Kleingärtnern und Naturschützern umfasst, wird eingerichtet, um den weiteren Prozess zu begleiten. Einige Stadträte äußerten jedoch Bedenken bezüglich der Größe der Kleingartenflächen und der Einbindung von Vereinen in den Prozess. Kritisiert wurde auch die Kommunikation der Stadtverwaltung, da einige Vereine keine Einladung zu den Gesprächen erhielten.

Wohlwollend nahmen die Mitglieder des Stadtrats den Kompromiss zur Kenntnis – der Vorschlag wurde ohne Änderungen einstimmig beschlossen und mit Jubel sowie Applaus begrüßt. Die Arbeiten des Begleitgremiums sollen voraussichtlich im Mai 2026 beginnen, um die Vorbereitungen für einen städtebaulichen Wettbewerb auf den Weg zu bringen. Das Projekt der Lindauer Stadtentwicklung hat das Potenzial, nicht nur das Stadtbild zu prägen, sondern auch eine bessere Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen.

Das langfristige Ziel scheint klar: Ein harmonisches Miteinander von Natur, Kleingärten und urbanen Entwicklungsprojekten soll im Eichwaldquartier verwirklicht werden. Es bleibt spannend, wie sich die Pläne in den kommenden Monaten konkretisieren werden.