Steuererhöhung in Erlangen: Grundsteuer B steigt auf 625%!

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Erlangen-Höchstadt: 30.11.2025 - Stadtrat beschließt Grundsteuererhöhung, Gleichstellungsinitiativen und Nahverkehrsplan.

Erlangen-Höchstadt: 30.11.2025 - Stadtrat beschließt Grundsteuererhöhung, Gleichstellungsinitiativen und Nahverkehrsplan.
Erlangen-Höchstadt: 30.11.2025 - Stadtrat beschließt Grundsteuererhöhung, Gleichstellungsinitiativen und Nahverkehrsplan.

Steuererhöhung in Erlangen: Grundsteuer B steigt auf 625%!

In der Stadt Erlangen gab es jüngst bedeutende Beschlüsse im Stadtrat, die einige wichtige Änderungen für die Bürger:innen nach sich ziehen werden. Diese betreffen unter anderem die Grundsteuer, Müllgebühren und Maßnahmen zur Geschlechtergerechtigkeit.

Eine der wichtigsten Neuigkeiten ist die Anpassung des Hebesatzes für die Grundsteuer B. Ab dem 1. Januar 2026 wird dieser auf 625% angehoben, ein Anstieg von etwa 6% im Vergleich zu den bisherigen 590%. Die Stadt erwartet durch diese Erhöhung Einnahmen von rund 25,1 Millionen Euro im kommenden Jahr. Ziel ist es, das Einnahmenniveau von 2019 mit 24,4 Millionen Euro zu erreichen. Rund 44.000 Gebührenbescheide stehen bereits in den Startlöchern und werden Mitte Januar 2026 versendet. In Bayern wird die Grundsteuer auf Grundlage eines flächenunabhängigen Modells berechnet, welches auf den geänderten Hebesätzen basiert, wie auch von Haufe berichtet wird.

Die Gebühren steigen

Ein weiterer Punkt, der alle Erlanger:innen betrifft, sind die erhöhten Gebühren für die Müllbeseitigung. Diese werden ab dem 1. Januar 2026 aufgrund von gestiegenen Personal- und Sachkosten um durchschnittlich 2,8% angehoben. Für eine 120-Liter-Restmülltonne bedeutet das beispielsweise eine Erhöhung um 2% (also 6,24 Euro). Damit möchte die Stadt kostendeckende Gebühren gewährleisten, was für viele Bürger:innen einen kleinen schmerzhaften Kostenpunkt bedeutet.

Doch nicht nur die Gebühren stehen auf der Agenda. Der Erlanger Stadtrat hat auch beschlossen, einen Beitritt zur „Europäischen Charta für die Gleichstellung auf lokaler Ebene“ zu erklären. Dieses Vorhaben zielt darauf ab, die Geschlechtergerechtigkeit in der Stadt zu verbessern und spezifische Aktionspläne zur Bekämpfung von Gewalt zu entwickeln. Ab 2027 sind die Länder gesetzlich verpflichtet, umfassende Schutz- und Beratungsangebote bereitzustellen, was auch Erlangen aktiv umsetzen möchte.

Ausblick auf die Zukunft

Die Stadt hat außerdem ihren Nahverkehrsplan für 2025 beschlossen. Ziel ist es, den öffentlichen Nahverkehr attraktiver und umweltfreundlicher zu gestalten sowie die Barrierefreiheit zu erhöhen. Die Planungen beinhalten Qualitätsstandards und Handlungsoptionen, die die Verkehrsanbindung seit 2021 bereits verbessert haben. Neue Linien und optimierte Verknüpfungspunkte sollen den ÖPNV für alle Bürger:innen zugänglicher machen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Ernennung von Marco von Dobschütz-Dietl als neuen Leiter des Liegenschaftsamtes, welcher ab dem 1. Januar 2026 sein Amt antreten wird. Er bringt viel Berufserfahrung in kaufmännischen und organisatorischen Bereichen mit und könnte frischen Wind in die Stadtverwaltung bringen.

Am 1. Dezember wird in ganz Bayern zur Erinnerung an den Jahrestag des Volksentscheids über die Bayerische Verfassung geflaggt, da dieser am 1. Dezember 1946 angenommen wurde. Zudem lädt die Stadt am 2. Dezember zur Veranstaltung „Boxenstopp 2025“, um über die Integrierte Sportentwicklungsplanung zu diskutieren.

Abgerundet wird die Woche durch die Sitzung des Ausländer- und Integrationsbeirats am 4. Dezember im Rathaus, bei der die Themen des Migra Cafés und aktuelle Abschiebeprozesse behandelt werden. Damit ist die Stadt Erlangen auf einem guten Weg, ihre Herausforderungen anzugehen und sich gleichzeitig um die Bedürfnisse aller Bürger:innen zu kümmern.