Kompromiss für Lindauer Eichwaldquartier: Natur und Kleingärten vereint!

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Vertreter von Kleingärtnern, Naturschutz und Stadtverwaltung präsentieren am 26. November 2025 einen städtebaulichen Kompromiss in Lindau.

Vertreter von Kleingärtnern, Naturschutz und Stadtverwaltung präsentieren am 26. November 2025 einen städtebaulichen Kompromiss in Lindau.
Vertreter von Kleingärtnern, Naturschutz und Stadtverwaltung präsentieren am 26. November 2025 einen städtebaulichen Kompromiss in Lindau.

Kompromiss für Lindauer Eichwaldquartier: Natur und Kleingärten vereint!

In Lindau am Bodensee tut sich aktuell einiges: Vertreter der Kleingärtner, des BUND Naturschutz Bayern, die Stadtverwaltung und der Vorhabenträger Andreas Schauer haben nun einen Kompromiss zur Vorbereitung eines städtebaulichen Wettbewerbs für das Eichwaldquartier erarbeitet. Dies berichtet die Schwäbische Zeitung. Nach zahlreichen Gesprächen zwischen den unterschiedlichen Interessengruppen steht fest: Das Gebiet hinter der Lindauer Therme, das seit 2017 in einer Absichtserklärung des Stadtrats vorgesehen ist, soll nun entwickelt werden. Dabei wurde im Flächennutzungsplan festgelegt, dass das Areal als Dauerkleingartenanlagen ausgewiesen wird, um den Kleingärtnern mehr Planungssicherheit zu bieten.

Allerdings gibt es noch strittige Punkte. Der BUND Naturschutz hat eine Klage gegen den Bebauungsplan und die Baugenehmigung der Therme vor dem Verwaltungsgericht anhängig. Dennoch zeigt der aktuelle Kompromiss Fortschritte, indem er Stadtentwicklung, Naturschutz und die Belange der Kleingärtner berücksichtigt. Ziel ist es, eine Lösung zu finden, die allen Seiten gerecht wird.

Die Eckpfeiler des Kompromisses

  • Sicherung eines hochwertigen Biotopverbunds: Ein Biotopverbund soll geschaffen werden, um Rückzugsräume für Flora und Fauna zu sichern. Der BUND Naturschutz erwägt, seine Klage zurückzuziehen, sollte dieser Biotopverbund verbindlich aufgenommen werden.
  • Zentrale Kleingartenflächen: Eine zusammenhängende Fläche von über 10.000 Quadratmetern soll dazu beitragen, den Sozialverbund der Kleingärtner zu stärken.
  • Ökologisch sensibler Umgang mit Flächen: Insbesondere die unbebauten Areale der ehemaligen Drehscheibe sollen erhalten und ökologisch aufgewertet werden. Freiräume wie Spielplätze sind ebenfalls vorgesehen.

Der Stadtrat wird am 26. November das Strukturkonzept der Variante G öffentlich vorstellen. Die Hoffnung ist groß, dass Anpassungen im Sinne des Naturschutzes und der Kleingärtner Zustimmung finden.

Ein Blick über den Tellerrand: Bundeswettbewerb „Gärten im Städtebau“

Bundesregierung hebt hervor, dass dieser Wettbewerb die sozialen, städtebaulichen und ökologischen Leistungen der Kleingärten ins Rampenlicht rückt. Und das Motto für das Jahr 2026: „Kleingartensommer: cool und gemeinsam, statt hitzig und einsam“. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Rolle der Kleingärten im Kampf gegen den Klimawandel gelegt.

Bis 2026 können sich über 14.000 Kleingartenanlagen in Landeswettbewerben qualifizieren. Eine Jury, in der das BMWSB vertreten ist, wird die Teilnehmer besuchen und die Preisträger küren. Damit wird ein weiteres Zeichen für die Wertschätzung des Kleingartenwesens gesetzt.

Unterstützung und Gemeinschaft sind auch in Lindau von großer Bedeutung. Diese Entwicklung zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, die Stimmen aller Beteiligten zu hören und Lösungen zu finden, die sowohl dem Menschen als auch der Natur gerecht werden.