E-Mobilität im Ostallgäu: Wie der Krieg die Pläne gefährdet

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Der Landkreis Ostallgäu und Füssen setzen verstärkt auf E-Mobilität, während EU-Pläne zu Strafzahlungen diskutiert werden.

Der Landkreis Ostallgäu und Füssen setzen verstärkt auf E-Mobilität, während EU-Pläne zu Strafzahlungen diskutiert werden.
Der Landkreis Ostallgäu und Füssen setzen verstärkt auf E-Mobilität, während EU-Pläne zu Strafzahlungen diskutiert werden.

E-Mobilität im Ostallgäu: Wie der Krieg die Pläne gefährdet

Wie steht es um die E-Mobilität in der Region Ostallgäu und der Stadt Füssen? Diese Frage ist in Zeiten des Wandels besonders relevant. Erst jüngst hat die EU ihre ursprünglichen Pläne zurückgenommen, ab 2035 hohe Strafzahlungen für Neufahrzeuge mit Verbrennermotor einzuführen, was einem faktischen Verbot für Benziner und Diesel gleichgekommen wäre, berichtet die Allgäuer Zeitung. Diese Entscheidung gibt der Automobilindustrie etwas Luft zum Atmen, während die Debatte um den Übergang zur Elektromobilität an Fahrt gewinnt.

Dennoch gibt es Zeichen der Unsicherheit: Ein Landrat aus Ostdeutschland hat seinen Dienstwagen mit E-Motor abgeschafft, aus Angst vor möglichen Stromausfällen, die durch geopolitische Spannungen ausgelöst werden könnten. Diese Bedenken werfen Fragen auf über die Zuverlässigkeit der Infrastruktur, die essenziell für den Erfolg von E-Fahrzeugen ist.

Steigende E-Auto-Zulassungen in Deutschland

Im Januar 2025 wurden zwar insgesamt 2,6 Prozent weniger Autos in Europa zugelassen im Vergleich zum Vorjahr, doch die Zahlen für elektrisch betriebene Fahrzeuge sprechen eine andere Sprache. Die Zulassungen von rein batteriebetriebenen Elektroautos stiegen um satte 37 Prozent auf 166.065 Neuzulassungen in Deutschland. Das Land ist damit der Spitzenreiter, mit einem beeindruckenden Wachstum von 53,5 Prozent. Im Jahr 2025 könnten bis zu 280.000 neue E-Autos in Deutschland auf die Straße kommen, was einer Steigerung von 75 Prozent entspricht, so Energiezukunft.

Der Rückgang bei den Zulassungen ist allerdings auch auf den Wegfall des Umweltbonus für E-Autos zurückzuführen, was den Markt kurzfristig etwas gebremst hat. Die Prognosen zeigen jedoch, dass bis Ende 2025 über 660.000 batteriebetriebene PKWs in Deutschland registriert sein könnten, was einem Marktanteil von 25 Prozent bei Neuzulassungen entspricht.

Europäische Strategien für saubere Mobilität

Im Rahmen der EU-Strategien wird die Automobilindustrie auch in den kommenden Jahren nicht aus der Verantwortung entlassen. Die europäischen Vorschriften zur Reduktion der CO2-Emissionen sind straff. Ab 2035 müssen die Hersteller ihre Emissionen um 90 Prozent verringern. Die restlichen 10 Prozent sollen durch CO2-arme Produkte kompensiert werden, wie etwa E-Kraftstoffe oder Biokraftstoffe, wie die EU-Kommission betont. Diese Maßnahmen zeigen, dass der Übergang zur saubereren Mobilität nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance darstellt.

Ein sogenannter “Battery Booster” in Höhe von 1,8 Milliarden Euro soll dabei helfen, eine eigene Batterie-Wertschöpfungskette in der EU zu etablieren und die Kostenwettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Die Hersteller sind gefordert, die technischen Herausforderungen zu meistern, während auch neue, emissionsfreie Fahrzeugkategorien etabliert werden sollen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Region Ostallgäu und die Stadt Füssen ein Teil dieses spannenden Wandels sind. Es bleibt abzuwarten, wie schnell sich die Infrastruktur entwickelt, um den Bedürfnissen der E-Mobilität gerecht zu werden und ob die anfänglichen Bedenken in Bezug auf Zuverlässigkeit und Stromversorgung ausgeräumt werden können.