München im Ausnahmezustand: Prozess um verheerenden Anschlag gestartet

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Prozessbeginn zum Anschlag auf ver.di-Demonstration in München: Angeklagter schweigt, droht mit islamistischem Hintergrund.

Prozessbeginn zum Anschlag auf ver.di-Demonstration in München: Angeklagter schweigt, droht mit islamistischem Hintergrund.
Prozessbeginn zum Anschlag auf ver.di-Demonstration in München: Angeklagter schweigt, droht mit islamistischem Hintergrund.

München im Ausnahmezustand: Prozess um verheerenden Anschlag gestartet

Am 16. Januar 2026 hat in München der Prozess um den folgenschweren Anschlag auf eine Demonstration der Gewerkschaft ver.di begonnen. Der Vorfall ereignete sich am 13. Februar 2025, als der 25-jährige Angeklagte, Farhad N., ein Auto in den Demonstrationszug steuerte, was zur Tragödie führte. Bei diesem Anschlag starben eine 37-jährige Ingenieurin und ihre zwei Jahre alte Tochter, während 44 weitere Personen, darunter acht schwer und zehn mittelschwer Verletzte, betroffen waren. Die Bundesanwaltschaft wirft dem Angeklagten nun zweifachen Mord sowie 44-fachen Mordversuch vor. Tagesschau berichtet, dass der Prozessbeginn zunächst um 45 Minuten verzögert wurde, da umfangreiche Einlasskontrollen erforderlich waren.

Der Angeklagte verweigerte im Verlauf der ersten Sitzung jede Aussage und zeigte sich zuversichtlich: Er deckte sein Gesicht hinter einer roten Mappe und sorgte somit für eine bedrückende Atmosphäre im Gerichtssaal. Sein Verteidiger, Johann Bund, bestätigte das Schweigen des Angeklagten. In den Ermittlungen stellt sich heraus, dass Farhad N. am Tatort mehrere Zeugen mit dem Ausruf „Allahu Akbar“ erschreckte und danach betete. Er selbst gab zu, aus „übersteigerten religiösen Motivationen“ in die Demonstration gefahren zu sein, was die Hinweise auf einen islamistischen Terrorismus als Motiv weiter festigen dürfte.

Details zum Anschlag

Der Anschlag ereignete sich um 10:31 Uhr auf der Seidlstraße in München, als Farhad N. ein Polizeiauto überholte, beschleunigte und mit voller Wucht in das Ende des Demonstrationszugs fuhr. Chaos brach aus, das Szenario war so dramatisch, dass ein massiver Polizeieinsatz mit rund 300 Beamten nötig wurde. Die Notaufnahmen der Kliniken wurden notfallmäßig umgestellt, da ein Massenanfall von Verletzten (MANV) ausgerufen wurde. Wikipedias Einträge verdeutlichen, dass der Angeklagte 2016 als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling nach Deutschland kam. Sein Asylantrag wurde 2017 abgelehnt, jedoch erhielt er 2021 einen Duldungsbescheid, vor allem nach der Machtübernahme der Taliban.

Obwohl Farhad N. als sehr religiös galt und in den sozialen Medien religiös motivierte Beiträge teilte, gibt es bislang keine Beweise für Verbindungen zu islamistischen Terrororganisationen oder psychische Probleme. Dennoch wird der öffentliche Druck durch Politiker wie Bundeskanzler Olaf Scholz, der eine Abschiebung des Täters forderte, und die Äußerungen des bayerischen Innenministers Herrmann sowie des Münchner Oberbürgermeisters Reiter, der sich betroffen zeigte, zunehmend größer. Tagesschau hebt hervor, dass die ersten Verhandlungstermine bis in den Sommer angesetzt wurden und ein Urteil möglicherweise bereits am 25. Juni 2026 fallen könnte.

Reaktionen und Gedenken

Der Anschlag hatte nicht nur verheerende Folgen für die Opfer und ihre Angehörigen, sondern rief auch zahlreiche Demonstrationen und Gedenkveranstaltungen hervor. Diese versuchten, das schreckliche Geschehen nicht nur zu kondolieren, sondern auch ein Zeichen gegen die politische Instrumentalisierung des Vorfalls zu setzen. In Gedenken an die verstorbenen Amel und Hafsa wurde am Flaucher ein Gedenkort eingeweiht, der die Erinnerung an die Opfer lebendig hält. Der Wikipedia-Eintrag betont, wie wichtig das Gedenken und die Auseinandersetzung mit den Ursachen von Gewalt in unserer Gesellschaft sind.