Kampf um jeden Fahrgast: Taxifahrer fürchten Uber und Bolt im Nürnberger Land

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Taxifahrer im Nürnberger Land äußern Sorgen über Konkurrenz durch Uber und Bolt. Zukünftige Wettbewerbsbedingungen ungewiss.

Taxifahrer im Nürnberger Land äußern Sorgen über Konkurrenz durch Uber und Bolt. Zukünftige Wettbewerbsbedingungen ungewiss.
Taxifahrer im Nürnberger Land äußern Sorgen über Konkurrenz durch Uber und Bolt. Zukünftige Wettbewerbsbedingungen ungewiss.

Kampf um jeden Fahrgast: Taxifahrer fürchten Uber und Bolt im Nürnberger Land

Im Nürnberger Land brodelt es derzeit kräftig. Taxifahrer äußern massive Sorgen über das Marktverhalten von Plattformen wie Uber und Bolt. Diese Dienste drängen zunehmend auf den Markt und setzen die traditionellen Taxibetriebe unter Druck. Die alten Hasen der Branche erheben schwere Vorwürfe gegen die aufstrebenden Konkurrenten und fühlen sich von den neuen Angeboten regelrecht in die Zange genommen. nn.de berichtet von einem besorgten Klima unter den Taxifahrern, die Angst haben, dass ihre Existenz durch die Mietwagenunternehmen, die mit aggressiven Strategien auf Kundenfang gehen, bedroht wird.

Die Taxifahrer machen insbesondere die Dumpingpreise von Bolt verantwortlich, die den Markt in eine Schieflage bringen. Miran Ali, Betreiber von 80 Fahrzeugen für Bolt, begegnet den Vorwürfen mit einem klaren Bekenntnis zu den günstigen Fahrpreisen. Er betont, dass die niedrigeren Preise durch eine effektivere Nutzung der Fahrzeuge erzielt werden, die ständig unterwegs sind. Die BOLT-App ermögliche eine dynamische Preisgestaltung, die den Kunden zugutekommt. So kostet eine Fahrt vom Nürnberger Hauptmarkt zum Flughafen in der Rushhour nur 21,60 Euro und dauert circa 25 Minuten, während eine Taxifahrt etwa 22 bis 24 Euro kostet und nur rund 20 Minuten in Anspruch nimmt, da Taxifahrer bestimmte Durchfahrtsgenehmigungen besitzen. br.de berichtet, dass die Kunden den Komfort der BOLT-App schätzen, die eine einfache Buchung und Kommunikation mit den Fahrern ermöglicht.

Der Kampf um Fahrgäste

Die Kundendienste der traditionellen Taxi-Zentrale in Nürnberg bleiben hingegen hinter den Erwartungen zurück. Diese verlässt sich hauptsächlich auf telefonische Vermittlung und erhält an guten Tagen bis zu 10.000 Anrufe. Dennoch kämpft die Zentrale darum, im digitalen Zeitalter relevant zu bleiben, während die neue Konkurrenz nahezu nahtlos in das Mobilitätsangebot der Stadt integriert wird. In Nürnberg sind knapp 500 Taxis Teil des öffentlichen Nahverkehrs, deren Tarife vom Stadtrat festgelegt werden.

Um dem Wettlauf der verschiedenen Anbieter gerecht zu werden, hat die Stadt ein Gutachten in Auftrag gegeben. Bei dieser Analyse geht es darum, das Nebeneinander von Taxis und neuen Mobilitätsdiensten zu regeln. Eine der diskutierten Optionen ist die Einführung eines Mindestpreises, um den Wettbewerb fair zu gestalten. Taxifahrer Norbert Spitzer hat sich dazu geäußert, dass er einem Festpreismodell offen gegenübersteht, um die Wettbewerbsbedingungen zu stabilisieren. Während in der Branche noch viel Gesprächsbedarf herrscht, könnte eine neue Tarifstruktur im Frühsommer zur Umsetzung kommen.

In dieser angespannten Lage hoffen die Taxifahrer, dass ihre Bedenken ernst genommen werden, bevor sie als Profis im Mobilitätssektor endgültig ins Hintertreffen geraten. Die Angst vor dem Ruin und dem Verlust ihrer Einnahmequelle ist greifbar und treibt viele von ihnen dazu, sich für fairere Wettbewerbsbedingungen einzusetzen. Die kommenden Monate könnten entscheidend dafür sein, wie sich der Markt im Nürnberger Land entwickeln wird.

Quellen: