Marc Wenz verzichtet auf Landratskandidatur – Wer führt Oberallgäu?
Marc Wenz verzichtet auf die Kandidatur zum Oberallgäuer Landrat. Thomas Eigstler wird als CSU-Kandidat für 2026 nominiert.

Marc Wenz verzichtet auf Landratskandidatur – Wer führt Oberallgäu?
In der Oberallgäuer Politlandschaft tut sich einiges: Marc Wenz, der überregional bekannte Politiker, hat heute verkündet, dass er bei der anstehenden Wahl des Oberallgäuer Landrats nicht antreten wird. In einem Statement erklärte Wenz, dass er ursprünglich erwogen hatte, zu kandidieren, falls Kandidaten mit schädlichen politischen Vorstellungen oder Führungskompetenzen ins Rennen gehen würden. Da er jedoch aktuell keine solche Gefahr sieht, hat er von einer Kandidatur abgesehen und möchte somit seiner Heimat treu bleiben. „Ich möchte negative Entwicklungen nicht tatenlos hinnehmen“, so der engagierte Politiker.
Seine Entscheidung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem andere Köpfe in der Region hervortreten. So wurde Thomas Eigstler, der Bürgermeister von Wiggensbach, als CSU-Kandidat für die Landratswahl im März 2026 nominiert. Bei der Delegiertenversammlung des CSU-Kreisverbandes in Oy-Mittelberg erhielt Eigstler 99 Prozent der Stimmen und seine Nominierung wurde damit eindrucksvoll bestätigt. Eric Beißwenger, der CSU-Kreisvorsitzende, hob die Bedeutung einer geschlossenen Front im Wahlkampf hervor. Eigstler selbst beschreibt sich als ausgleichenden und vermittelnden Menschen und betont, dass die Kommunalpolitik für die Bürgerinnen und Bürger von großer Bedeutung ist.
Der Blick in die Zukunft
Für Eigstler sind wichtige Themen für seine Kandidatur unter anderem die Schullandschaft, das Gesundheitswesen sowie Fragen des Klimas und der kommunalen Finanzen. Er betont die Notwendigkeit, die Herausforderungen mit einem erfahrenen Kandidaten anzugehen, der Verantwortung übernimmt und sein Team in der Kreisverwaltung einbezieht. „Der heutige Tag ist der Beginn eines langen Weges und ich freue mich auf einen spannenden Wahlkampf“, äußerte sich Eigstler optimistisch.
Wie Wenz sieht auch Eigstler die Wichtigkeit eines fairen Wahlkampfes. Wenz ruft alle Kandidatinnen und Kandidaten der Kommunalwahlen im kommenden Jahr dazu auf, sachlich und fair zu agieren. Wenz plant unabhängig von der Landratswahl eine parteilose Direktkandidatur bei möglichen vorgezogenen Bundestagswahlen im Wahlkreis 256 Kempten–Oberallgäu–Lindau, wo er voraussichtlich gegen die CSU-Abgeordnete Mechthilde Wittmann antreten wird.
„Ich möchte den Bürgerinnen und Bürgern eine unabhängige, ehrliche und sachorientierte Alternative bieten“, erklärte Wenz. Es bleibt abzuwarten, wie sich die politischen Geschicke in der Region entwickeln werden, während sich die Kandidaten auf die Wahlen vorbereiten. Eines ist sicher: Der Wettbewerb um das Amt des Landrats wird spannend und vielschichtig.