München will Olympia: Über 66 Prozent stimmen für 2036, 2040, 2044!

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München plant Bewerbung für Olympische Spiele 2036-2044, unterstützt von Mehrheit der Bürger, Politik und Wirtschaft.

München plant Bewerbung für Olympische Spiele 2036-2044, unterstützt von Mehrheit der Bürger, Politik und Wirtschaft.
München plant Bewerbung für Olympische Spiele 2036-2044, unterstützt von Mehrheit der Bürger, Politik und Wirtschaft.

München will Olympia: Über 66 Prozent stimmen für 2036, 2040, 2044!

Die Münchner haben entschieden: Mit einer überwältigenden Mehrheit von 66,4 Prozent haben die Bürger der bayerischen Landeshauptstadt für eine Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 gestimmt. Ein spannendes Ergebnis, das die Erwartungen von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sogar übertrifft. Im Vergleich zu 2013, als sich eine knappe Mehrheit von 52,2 Prozent gegen eine Bewerbung für die Winterspiele aussprach, zeigt dieses Ergebnis einen klaren Wandel in der öffentlichen Meinung.

Die Entscheidung wird von einer breiten Unterstützung aus der Politik flankiert – sowohl die Stadtratsmehrheit als auch Staatsregierung und eine große Mehrheit im Landtag, bestehend aus CSU, Freien Wählern, SPD und Grünen, stehen hinter der Bewerbung. Auf der anderen Seite finden sich vor allem die ÖDP, Die Linke, der Bund Naturschutz sowie Landtagsvizepräsident Ludwig Hartmann (Grüne) unter den Gegnern.

Ein starkes Signal für München

Markus Söder bezeichnete den Abstimmungstag als „eine geile Geschichte“. Bei der Veranstaltung im sportlichen Zentrum Bayerns, der Arena des Sports des BLSV, zollte er den Münchnerinnen und Münchnern Respekt für ihre hohe Wahlbeteiligung von 42 Prozent, was etwa 460.000 von 1,1 Millionen wahlberechtigten Bürgern entspricht. Diese Wahlbeteiligung stellt den höchsten Rücklauf bei einem Bürgerentscheid in München dar. Auch die Tatsache, dass die Stadt erstmals automatisch Briefwahlunterlagen verschickte, dürfte zur Beteiligung beigetragen haben.

Söder betonte die wirtschaftliche Stärke Bayerns und hob hervor, dass München im Vergleich zu anderen Bewerbern die besten Sportstätten aufweist. „Besucher könnten zwei Monate in München verbringen, wenn wir die Spiele und das Oktoberfest gleichzeitig ausrichten“, fügte er an. Ein klares Zeichen dafür, dass die Stadt mit der Bewerbung auch einen wirtschaftlichen Vorteil anstrebt.

Der Weg zur Bewerbung

Doch wie geht es nun weiter? Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird in einem Jahr darüber entscheiden, welche Stadt oder Region den Zuschlag für die Spiele erhält. München konkurriert dabei mit Städten wie Berlin, Hamburg und der Rhein-Ruhr-Region. In Berlin, das die Spiele als Zeichen für Frieden und Demokratie ausrichten möchte, plant man keinen offiziellen Bürgerentscheid. In Hamburg wird ein Bürgerreferendum für Mai 2026 vorbereitet, und die Rhein-Ruhr-Region wird ebenfalls über die Bürgerbeteiligung entscheiden.

Während die Befürworter der Bewerbung argumentieren, dass die Olympischen Spiele nicht nur Stadtentwicklungsprojekte fördern, sondern auch den Nahverkehr ausbauen können, bleibt der Widerstand nicht ungehört. Kritische Stimmen warnen vor finanziellen Risiken und betonen, dass die positiven Effekte oft den negativen gegenübergestellt werden müssen. So wird das Bündnis „NOlympia München“ aktiv, um auf vermeintliche Gefahren wie Flächenversiegelung und Eingriffe in die Natur aufmerksam zu machen.

Ob München die Sommerspiele tatsächlich austragen kann, bleibt also abzuwarten. Oberbürgermeister Reiter betont, dass der Rückhalt in der Gesellschaft Voraussetzung für eine Bewerbung ist und die Debatten über Kosten und Konzepte der Bewerbung fielen noch nicht in den Hintergrund. Eines steht fest: Das Bürgerentscheid hat Münchens Selbstbewusstsein im Olympia-Wettbewerb gestärkt und möglicherweise den Grundstein für eine aufregende Zukunft gelegt.

Für mehr Informationen über dieses Thema können Sie die Berichte auf BR24, Süddeutsche Zeitung sowie Tagesschau nachlesen.