Kämpferische Eiche fiel den Käfern zum Opfer – Zukunft durch neue Bäume!

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Kitzingen: Über 200 Jahre alte Eiche wegen Käferbefall gefällt; Verkaufserlös dient zum Schutz junger Bäume und Aufforstung.

Kitzingen: Über 200 Jahre alte Eiche wegen Käferbefall gefällt; Verkaufserlös dient zum Schutz junger Bäume und Aufforstung.
Kitzingen: Über 200 Jahre alte Eiche wegen Käferbefall gefällt; Verkaufserlös dient zum Schutz junger Bäume und Aufforstung.

Kämpferische Eiche fiel den Käfern zum Opfer – Zukunft durch neue Bäume!

In Wiesentheid sorgt die Fällung einer über 200 Jahre alten Eiche für Aufregung. Der Baum, der Zeuge zahlreicher Generationen war, musste aufgrund eines Käferbefalls gefällt werden, der im Juli 2024 bei Kontrollen festgestellt wurde. Die Entscheidung zur Fällung wurde in Abstimmung mit der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Kitzingen getroffen. „Wir haben aus der Erfahrung früherer Fälle gelernt, in denen Eichen nicht mehr vermarktet werden konnten, weil sie stark befallen waren“, erklärte ein Sprecher der FBG. So soll das Risiko minimiert werden, dass ähnliche Schäden erneut auftreten.

Der Baum wurde nach seiner Fällung zur Wertholzsubmission nach Iphofen gebracht, wo er als der teuerste Stamm für das Güterwald Consortium Wiesentheid identifiziert wurde. Der Erlös aus diesem Verkauf soll nicht nur zum Schutz des verbleibenden jungen Holzbestands beitragen, sondern auch in die Aufforstung investiert werden. Geplant ist die Anschaffung und Pflanzung von etwa 2000 klimaresistenten Baumsetzlingen im kommenden Winter, um einen gesunden Wald und Naherholungsraum für die nächsten Generationen zu schaffen.

Schädlinge setzen Bäumen zu

Der Käfer, der diesem stolzen Baum zum Verhängnis wurde, gehört zur Familie der Schiffswerftkäfer. Diese Insekten, insbesondere der Lymexylon navale, befallen oft frisch gefälltes Holz sowie geschädigte oder abgestorbene Baumteile. „Larven des Käfers können sich bis zu zwei Jahre lang in den Holzstrukturen einnisten, ohne dass äußerlich ersichtliche Schäden zu sehen sind“, weiß man bei der FBG. Das verdeutlicht die Notwendigkeit regelmäßiger Baumkontrollen in den Wäldern, um größeren Schäden entgegenzuwirken.

Zur Bekämpfung weiterer Schädlinge ist es wichtig, eine angemessene Lagerung des Holzes zu gewährleisten. Befallenes Material sollte umgehend entfernt werden, um eine Ausbreitung zu verhindern. Das Thema Holzbewirtschaftung wird daher immer relevanter, unter anderem auch durch das steigende Interesse an nachhaltigen Baumarten und Anbauformen.

Nachhaltige Zukunft

Kurzfristig wird nicht nur auf die ältesten und wertvollsten Bäume geachtet, sondern auch auf die Zukunft der heimischen Wälder. Der Blu Kiri-Baum NORDMAX21 zeigt, wie nachhaltige Aufforstung aussehen kann. Diese schnell wachsende Baumart kann bis zu viermal so viel CO2 aufnehmen wie herkömmliche Eichen und ist zudem ein echter Hingucker mit hübschen lilafarbenen Glockenblüten. Er wächst in den ersten Jahren an die Decke und wird zu einem stabilen Baum, der viele Vorteile für die Umwelt bietet.

„Mit Projekten wie diesem möchten wir ein positives Zeichen setzen und die lokale Biodiversität fördern“, sagt ein Verantwortlicher der Forstbetriebsgemeinschaft. Es bleibt zu hoffen, dass solche Maßnahmen fruchten und künftig die Wälder in der Region widerstandsfähiger gegen Schädlinge und den Klimawandel werden.

So bleibt die spannende Entwicklung im Wald von Wiesentheid zu beobachten; die Kombination aus Tradition und Moderne könnte einen nachhaltigen Erhalt unserer Wälder sicherstellen. Davon profitieren nicht nur die Natur, sondern auch die Menschen, die einen umweltbewussten Lebensstil führen möchten.