Abschied von München: ISPO zieht 2026 nach Amsterdam weiter!

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Die ISPO verlässt 2026 München für Amsterdam. Ein Rückblick auf die Veränderungen, Herausforderungen und Bedeutung für die Branche.

Die ISPO verlässt 2026 München für Amsterdam. Ein Rückblick auf die Veränderungen, Herausforderungen und Bedeutung für die Branche.
Die ISPO verlässt 2026 München für Amsterdam. Ein Rückblick auf die Veränderungen, Herausforderungen und Bedeutung für die Branche.

Abschied von München: ISPO zieht 2026 nach Amsterdam weiter!

Ein großartiges Kapitel im Sportmesse-Kalender geht zu Ende: Die ISPO findet zum letzten Mal in München statt, bevor es 2026 nach Amsterdam weitergeht. Wie BR24 berichtet, möchte die Messe München mit einem „grundlegenden Neustart“ auf die veränderten Marktbedingungen reagieren.

Die ISPO hat in den letzten Jahren einen langsamen, spürbaren Rückgang erlebt, der seit der Jahrtausendwende zu beobachtbar ist. Große Marken wie Adidas, Nike und Puma haben ihre Teilnahme reduziert und setzen zunehmend auf eigene Events sowie digitale Formate, was zur Erosion der Messe beiträgt. Ein Trend, der durch die Digitalisierung und die Pandemie noch verstärkt wurde, da sich die Beziehungen zwischen Handel und Marken verändert haben.

Besucher- und Ausstellerzahlen im Rückgang

Während vor Corona noch etwa 80.000 Besucher zur ISPO strömten, waren es zuletzt nur noch 55.000. Ohne Kooperationsveranstaltungen fiel die Teilnehmerzahl sogar auf erschreckende 27.000. Auch die Ausstellerzahlen zeigen einen bedenklichen Trend. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) beschreibt die Situation als ein „Henne-Ei“-Problem, bei dem weniger Marken zu weniger Händlern und umgekehrt führen.

Insbesondere im Wintersportbereich wurde die ISPO durch das Fehlen wichtiger Alpinski-Brands geschwächt. Dies führt zur Befürchtung des Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA über Umsatzrückgänge durch den Weggang der Messe. Die Stadtverwaltung München relativiert diesen Verlust jedoch im Vergleich zu anderen Messen und hebt hervor, dass München nach wie vor ein attraktiver Messestandort ist.

Messetrends und Innovationen

Die ISPO Munich 2024 war eine Plattform für den Wandel in der Sport- und Gesundheitsbranche, mit knapp 2.300 Ausstellenden aus 50 Ländern und über 55.000 Teilnehmenden. Der Fokus lag auf Themen wie Nachhaltigkeit, mit einem Sustainability Hub in Partnerschaft mit Patagonia, und Gesundheit. Mehr als 150 Innovationen, wie VR-gestützte Regenerationstools, wurden präsentiert, und hochkarätige Speaker wie Andre Agassi und Julian Nagelsmann diskutierten über Gesundheit und Innovation, wie Messe München ausführlich berichtet.

Ein Blick auf die Branche zeigt, dass die Themen Digitalisierung, künstliche Intelligenz und nachhaltige Entwicklung die Messewirtschaft prägen. Viele Unternehmen erkennen die Notwendigkeit, sich an die veränderten Rahmenbedingungen anzupassen, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Laut AUMA, dem Dachverband der deutschen Messewirtschaft, ist Internationalisierung ein zentrales Anliegen, da zwei Drittel aller Leitmessen weltweit in Deutschland stattfinden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die ISPO in München ein starkes Erbe hinterlässt, das von der Branche definitiv geschätzt werden wird. Messe-Sprecher Heiler zeigt sich optimistisch, was die neue Ausrichtung in Amsterdam betrifft und schließt eine Rückkehr nach München nicht aus. Der Wandel in der Messewelt ist konstant, und die Herausforderungen der letzten Jahre dürften viele Lehren für die Zukunft bieten.