Kühle Oasen in Rosenheim: So trotzen wir der Hitze!
Rosenheim präsentiert die "Kühle Karte" zur Beseitigung von Hitzeinseln und Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Stadt.

Kühle Oasen in Rosenheim: So trotzen wir der Hitze!
Die Sommerhitze hat uns wieder fest im Griff, und für viele kommt die Frage auf: Wo finde ich Zuflucht vor der drückenden Sonne? In Rosenheim hat man auf die steigenden Temperaturen reagiert und bietet unter dem Motto „Kühle Karte“ eine Übersicht über schattige und erfrischende Orte in der Stadt. Die Karte wurde vor einem Jahr auf der Website rosenheim.jetzt veröffentlicht und hat sich seither als wertvolle Hilfe in der heißen Jahreszeit etabliert. Oberbürgermeister Andreas März hebt hervor, wie wichtig solche Abkühlungsangebote für die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger sind. Die Maßnahmen zur Hitzeschutz und Anpassung an den Klimawandel sind dabei ein zentraler Punkt.
Um im urbanen Raum eine hohe Aufenthaltsqualität auch an heißen Tagen zu gewährleisten, sind in Rosenheim bereits entscheidende Schritte unternommen worden. Hitzeinseln wurden durch gezielte Maßnahmen beseitigt, und sowohl die Versiegelung von Flächen als auch die Begrünung von Freiräumen stehen im Fokus. Dank Fördermitteln des Freistaats wird die Stadt hitzeresilienter und agiert aktiv gegen die negativen Auswirkungen des Klimawandels. Unter Berücksichtigung der aktuellen Situation wird auch die Umgestaltung des Lokschuppenvorplatzes mit neuen Grünflächen und Wasserstellen für eine angenehme Atmosphäre sorgen.
Erfrischende Details zur Kühlen Karte
Auf der „Kühlen Karte“ finden sich circa 15 Trinkwasserbrunnen und -stelen, die in der ganzen Stadt verteilt sind. Dazu kommen Kirchen und Parks, die als schattige Rückzugsorte dienen. Angesichts solcher Initiativen zeigt sich, dass die Stadtverwaltung ein gutes Händchen hat, um den Bedürfnissen der Einwohner gerecht zu werden und gleichzeitig die Lebensqualität in der Hitzesaison zu verbessern. Ein weiteres Highlight ist die geplante Installation von Sprühnebelanlagen am Salinplatz, die zusätzliche Erfrischung bieten werden.
Diese Maßnahmen sind Teil eines größeren Programms, das vom Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ unterstützt wird. Dieses Programm hat das Ziel, Städte und Gemeinden im Hinblick auf Klimafolgenanpassung zu fördern, besonders gegen die Herausforderungen wie Hitze, Trockenheit und Überflutungen. Aktuell werden 289 Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 476 Millionen Euro gefördert. Entscheidungen, welche Projekte ausgewählt werden, fallen dabei nach strengen Kriterien wie der Schaffung von Grünflächen und der Reduzierung von CO2-Emissionen.
Klimaschutz für die Zukunft
Die Maßnahmen in Rosenheim sind mit vielen anderen Projekten in Deutschland verbunden. So wird beispielsweise in Aachen eine „Grüne Lunge“ durch die Pflanzung hitzeangepasster Bäume gefördert, und in Ludwigsburg gibt es Bestrebungen zur Entsiegelung öffentlicher Plätze. Diese Projekte zeugen davon, dass der Klimaschutz in städtischen Gebieten an Bedeutung gewinnt. Frau Ricarda Ruland ist die Ansprechpartnerin für das Programm und sorgt dafür, dass solche Projekte nicht nur konzeptionell, sondern auch in der Umsetzung erfolgreich sind.
Die „Kühle Karte“ und die verschiedenen Hitzeschutzmaßnahmen sind ein Schritt in die richtige Richtung. Auch wenn die Umsetzung der Konzepte zum Klimawandel noch nicht ganz abgeschlossen ist, zeigen die aktuellen Entwicklungen, dass Rosenheim ein gutes Beispiel für hitzeresiliente Städte in Bayern werden kann. Die Bewohner haben nicht nur die Möglichkeit, kühlere Orte aufzusuchen, sondern sie profitieren auch von einer durchgängigen Verbesserung ihres Wohnumfeldes. Wenn die Hitze jetzt wieder steigt, kann man sich sicher sein: Die Stadt hat vorgesorgt, und die Kühle ist nur einen Schritt entfernt.
Für weitere Informationen zur Kühlen Karte besuchen Sie die Webseite innpuls.me. Details zu den Hintergründen des Programms finden Sie auf nationale-stadtentwicklungspolitik.de.