FDP-Neujahrsempfang: Kritik und neue Ideen für das Handwerk!

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Beim Neujahrsempfang der FDP in Seeshaupt kritisierte Judith Haberkorn die politische Lage und betonte die Notwendigkeit digitaler Lösungen im Handwerk.

Beim Neujahrsempfang der FDP in Seeshaupt kritisierte Judith Haberkorn die politische Lage und betonte die Notwendigkeit digitaler Lösungen im Handwerk.
Beim Neujahrsempfang der FDP in Seeshaupt kritisierte Judith Haberkorn die politische Lage und betonte die Notwendigkeit digitaler Lösungen im Handwerk.

FDP-Neujahrsempfang: Kritik und neue Ideen für das Handwerk!

Am vergangenen Samstag fand der Neujahrsempfang des FDP-Kreisverbands Weilheim-Schongau in Seeshaupt statt. Dabei gab es nicht nur einen Rückblick auf das Vorjahr, sondern auch scharfe Analysen der aktuellen politischen Lage in Deutschland. Die Vorsitzende Judith Haberkorn äußerte sich besorgt und bezeichnete das Land gar als „Bananenrepublik“. Sie warnte vor einem Weg in den Sozialismus und hob hervor, wie sehr die Bürokratie gerade Familienbetriebe und kleinere Unternehmen belastet.

Ein zentrales Thema an diesem Abend war die Notwendigkeit, digitale Prozesse im Weilheimer Landratsamt zu beschleunigen. Haberkorn forderte die Einführung eines Selbstbedienungs-Terminals, um den Verwaltungsaufwand zu verringern. Besonders wichtig war ihr die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Stadt und Land.

Moderne Mobilität und Handwerk

Clemens Deyerling, Geschäftsführer von „Omobi“, ergänzte die Diskussion mit Gedanken zu modernen Mobilitätslösungen, die besonders im ländlichen Raum an Bedeutung gewinnen. Er stellte ein innovatives, digitales On-Demand-Bussystem vor, das bereits in mehreren oberbayerischen Gemeinden erfolgreich funktioniert und unter anderem den Blaue Land-Bus umfasst, der eine Weiterentwicklung des omobi-Ortsbusses in Murnau darstellt.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war der Vortrag von Nicole Pfeffer, die ihr Buch „Zukunftsmacher Handwerk“ präsentierte. Die gelernte Köchin mit einem berufsbegleitenden BWL-Studium räumte mit gängigen Mythen über das Handwerk auf und erklärte, wie man junge Leute für diesen Berufsbereich begeistern kann. Aktuell wird der Mangel an qualifizierten Fachkräften immer spürbarer, insbesondere im Handwerk. Laut der Bundesagentur für Arbeit ist jeder dritte Handwerksberuf ein Engpassberuf, und die Situation wird durch die Tatsache verschärft, dass 38% der Ausbildungsstellen im Handwerk unbesetzt sind.

Fachkräftemangel und Digitalisierung

Die Herausforderungen des Handwerks sind vielfältig. Ein Bericht der Bundesagentur für Arbeit zeigt, dass im August 2024 130.000 Arbeitsstellen im Handwerk gemeldet wurden, was einen Rückgang von 6% im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutet. Besonders betroffen sind Berufe wie Anlagenmechaniker, Energietechnik, und Bau- und Ausbauberufe. Dennoch gibt es auch gute Nachrichten: Die Förderung von Ausbildungsplätzen wird vorangetrieben, und es gibt Unterstützung von Arbeits- und Jugendberufsagenturen.

Die Digitalisierung spielt dabei eine zentrale Rolle, wie eine Studie des Bitkom zeigt. Viele Handwerksbetriebe sehen die Chancen, die sich durch digitale Technologien ergeben, kämpfen jedoch mit Unsicherheiten und hohen Kosten. Die Anpassung an neue Kundenbedürfnisse und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz könnten zusätzliche Impulse geben. Diese digitale Transformation wird auch entscheidend dafür sein, den Fachkräftemangel nachhaltig zu bekämpfen und die Attraktivität des Handwerks zu steigern.

In Anbetracht dieser komplexen Themen ist klar: Der Handwerkssektor benötigt innovative Ansätze und ein gutes Händchen, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Nur durch die Bündelung von digitaler Strategie und qualifizierter Ausbildung kann es gelingen, diesen wichtigen Wirtschaftsbereich zu stärken und für die kommenden Generationen attraktiv zu halten.

Weitere Informationen zu den Herausforderungen im Handwerk und zur digitalen Transformation finden sich in den Berichten von Kreisboten, Arbeitsagentur und Bitkom.