Saubere Bäche für Erlangen: Unterhaltsmaßnahmen starten im Januar!

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In Erlangen werden im Januar und Februar 2026 Unterhaltsmaßnahmen an kleinen Gewässern durchgeführt, um deren ökologische Funktion zu sichern.

In Erlangen werden im Januar und Februar 2026 Unterhaltsmaßnahmen an kleinen Gewässern durchgeführt, um deren ökologische Funktion zu sichern.
In Erlangen werden im Januar und Februar 2026 Unterhaltsmaßnahmen an kleinen Gewässern durchgeführt, um deren ökologische Funktion zu sichern.

Saubere Bäche für Erlangen: Unterhaltsmaßnahmen starten im Januar!

Was tut sich in den kleinen Gewässern im schönen Bayern? Ein Blick auf das spannende Geschehen: In den kommenden Wochen, konkret im Januar und Februar, stehen im Stadtgebiet von Erlangen wichtige Unterhaltsmaßnahmen an kleinen Gewässern und Bächen auf dem Programm. Diese Maßnahmen sind kein Ausdruck von Laune, sondern markieren den Einsatz für den Erhalt der ökologischen Funktionsfähigkeit und sorgen gleichzeitig für einen geregelten Wasserabfluss, insbesondere in Zeiten von Hochwasser. Erlangen.de berichtet, dass insgesamt verschiedene Gewässer dritter Ordnung bearbeitet werden.

Zu den betroffenen Gewässern zählen unter anderem der Adergraben, der Bachgraben und der Heuschlaggraben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt sind im Rahmen ihrer Verantwortung befugt, Grundstücke vorübergehend zu betreten und für die Maßnahmen zu nutzen. Das geschieht alles im Sinne des § 41 Wasserhaushaltsgesetzes. Das ist bedeutend, denn trotz der unscheinbaren Erscheinung dieser kleinen Gewässer spielt deren Pflege eine große Rolle für den Hochwasserschutz und auch für die Artenvielfalt in unserer Region.

Pflichtaufgabe für die Gemeinden

Doch das kann man nicht allein der Stadt Erlangen überlassen. Die Verwaltung dieser kleinen Gewässer, zu denen Bayern insgesamt rund 92.000 Kilometer zählt, ist eine Pflichtaufgabe für alle Gemeinden, Städte und Wasser- und Bodenverbände. Gemäß dem Bayerischen Wassergesetz (BayWG) sind die Kommunen dafür verantwortlich, was weitreichende Folgen hat, da kleine Gewässer oft als Lebensräume für Tiere und Pflanzen fungieren und wichtige ökologischen Funktionen erfüllen. Die bayerische Umweltagentur LFU Bayern hebt hervor, dass die Unterstützung durch Gewässer-Nachbarschaften und örtliche Wasserwirtschaftsämter unverzichtbar ist.

Engagierte Bürger und Vereine können zusätzlich durch Patenschaften zur Gewässerpflege beitragen. Diese Patenschaften umfassen oft weit mehr als nur die Pflege: Sie sind auch ein Gelegenheit für Beobachtungen der Artenvielfalt und bieten eine Plattform für Öffentlichkeitsarbeit. Das Initiieren von Partnerschaften und die Gründung von Gewässer-Nachbarschaften, die bereits 2002 ins Leben gerufen wurden, zeigen, wie wertvoll der Austausch von Wissen und Erfahrungen für die Pflege unserer Gewässer ist.

Ein Appell für den Hochwasserschutz

Warum ist das alles so wichtig? Kleine Gewässer sind für den Hochwasserschutz unabdingbar, und zugleich überwiegend als Lebensräume für zahlreiche Arten entscheidend. Durch deren Erhalt tragen wir aktiv dazu bei, den geforderten „guten Zustand“ der Gewässer zu sichern und die Vorgaben der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) zu beachten. So ist es nicht verwunderlich, dass über zwei Drittel der Fließgewässer in Bayern gering mit organisch abbaubaren Stoffen belastet sind.

Öffentliche Kläranlagen haben mit rund 95 Prozent der Bevölkerung eine große Verbreitung gefunden, was zur allgemeinen Gewässerqualität beiträgt. Es bleibt jedoch festzustellen, dass viele Bäche und Flüsse naturfern ausgebaut wurden, was den Lebensraum vieler Arten beeinträchtigt. Aus diesem Grund sind Umwelt- und Bewirtschaftungsziele nötig, um eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten.

Insgesamt zeigt sich, dass kleine Gewässer weit mehr sind als nur hintergründige Wasserläufe. Sie sind ein wichtiger Teil unseres Ökosystems, der engagiert gepflegt werden muss. Durch die bevorstehenden Maßnahmen in Erlangen haben wir die Möglichkeit, unseren Teil dazu beizutragen und uns aktiv für unseren Lebensraum einzusetzen.