Neues Alterstraumazentrum in Erlangen: Senioren besser versorgt!

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Am 19. Januar 2026 präsentiert das Uniklinikum Erlangen innovative Konzepte zur geriatrischen Versorgung bei Sturzverletzungen.

Am 19. Januar 2026 präsentiert das Uniklinikum Erlangen innovative Konzepte zur geriatrischen Versorgung bei Sturzverletzungen.
Am 19. Januar 2026 präsentiert das Uniklinikum Erlangen innovative Konzepte zur geriatrischen Versorgung bei Sturzverletzungen.

Neues Alterstraumazentrum in Erlangen: Senioren besser versorgt!

Die geriatrische Versorgung gewinnt in unserer alternden Gesellschaft immer mehr an Bedeutung. Sturzbedingte Frakturen, wie etwa die gefürchteten Oberschenkelhalsbrüche, stellen eine ernsthafte Herausforderung dar. Laut der Uniklinik Erlangen ist es unerlässlich, die Strukturen in der medizinschen Versorgung entsprechend anzupassen, um betroffenen Senior:innen bestmöglich helfen zu können.

Das Uniklinikum Erlangen hat im vergangenen Jahr das Alterstraumazentrum der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie e. V. zertifiziert. Hier wird gebündeltes Know-how aus verschiedenen Fachbereichen eingesetzt, um die Versorgung älterer Patienten zu optimieren. Dies beinhaltet die enge Zusammenarbeit von Fachärzten für Unfallchirurgie, Orthopädie, Innere Medizin, Psychiatrie, Psychotherapie sowie Pflege, Physio- und Ergotherapie, Logopädie.

Bürgervorlesung zur neuen Versorgungsstruktur

Am 19. Januar 2026 findet um 18.15 Uhr eine Bürgervorlesung statt, in der das neue Zentrum offiziell vorgestellt wird. Unter der Leitung von Prof. Dr. Mario Perl, Dr. Stefan Tiefenböck und PD Dr. Moritz Leppkes werden Themen wie die Bedeutung von Knochendichtemessungen, Vitamin D und Ernährung behandelt. Besonders interessante Aspekte sind die Vermeidung von Stürzen und schonende Operationen bei Hochbetagten nach Oberschenkelhalsfrakturen.

Die Veranstaltung findet in den Hörsälen Medizin, Ulmenweg 18, in Erlangen statt. Der Eintritt ist frei, und eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Zudem wird der Vortrag aufgezeichnet und eine Woche nach der Veranstaltung in der Mediathek verfügbar sein. Für Interessierte besteht die Möglichkeit, sich im Vorfeld bei Prof. Dr. Mario Perl unter der Telefonnummer 09131 85-33272 oder per E-Mail unter uc-ortho(at)uk-erlangen.de zu informieren.

Sturzprävention als global in Anspruch genommenes Thema

Weltweit ist das Thema Sturzprävention von großer Relevanz. Eine aktuelle Leitlinie, veröffentlicht durch die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie, bietet evidenzbasierte Empfehlungen zur Prävention und Behandlung von Stürzen. Diese Initiative vereint 96 Wissenschaftler aus 39 Ländern, um einen globalen Konsens zu erreichen. In Deutschland gibt es jährlich rund 500.000 Krankenhauseinweisungen aufgrund von Stürzen. Es wird geschätzt, dass eine frühzeitige Prävention diese Einweisungen um 20 Prozent reduzieren könnte.

Die neue Sturzleitlinie fordert einen personenzentrierten Ansatz und empfiehlt, jährlich Befragungen durch Hausärzte zu Stürzen und Sturzrisiken durchzuführen. Dabei müssen auch individuelle Präventionsprogramme erstellt werden, insbesondere für ältere Menschen mit Gebrechlichkeiten. Die Verbindung zwischen den neuen Leitlinien und der Arbeit des Alterstraumazentrums in Erlangen zeigt, dass das Thema nicht nur regional, sondern auch national und international an Bedeutung hat. Dazu gehört auch die Forderung nach einem nationalen Aktionsplan zur Förderung präziser Programme für Sturzprävention.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Konzepte zur Sturzprävention und die dafür notwendigen Versorgungsstrukturen zukünftig stärker in den Fokus rücken müssen, um der wachsenden Anzahl betroffener älterer Menschen gerecht zu werden.