63-Jähriger startet Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker – Rekord in Bayern!

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Klaus Ziegler, 63, beginnt als ältester Lehrling in Bayern seine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker in Erding.

Klaus Ziegler, 63, beginnt als ältester Lehrling in Bayern seine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker in Erding.
Klaus Ziegler, 63, beginnt als ältester Lehrling in Bayern seine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker in Erding.

63-Jähriger startet Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker – Rekord in Bayern!

In der Welt des Handwerks ist es nie zu spät, um eine neue Karriere zu starten. Ein leuchtendes Beispiel dafür ist Klaus Ziegler aus Erding, der mit 63 Jahren seine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker begonnen hat. Vor einem Jahr traf er die Entscheidung, neu anzufangen und beweist damit, dass man auch im Alter seine Träume verfolgen kann. Derzeit ist Ziegler wohl der älteste Lehrling in ganz Bayern. In der Werkstatt von Rudolf Sachs, seinem Ausbilder, steht er vor einer offenen Motorhaube und diskutiert, wie sich die Klimaanlage richtig einstellen lässt – ein Bereich, den er mit einem gewissen Staunen entdeckt.

Ziegler bringt seine langjährige Erfahrung aus der Zeit mit, als es noch keine Klimaanlagen oder Airbags gab. Das Handwerk des Kfz-Mechatronikers, das vorher als Kfz-Mechaniker bekannt war und seit 2003 in dieser Form existiert, beschäftigt sich insbesondere mit der Wartung und Reparatur von Fahrzeugen. Die Ausbildung erfolgt über dreieinhalb Jahre in einem dualen System, das sowohl theoretische Kenntnisse in der Berufsschule als auch praktische Erfahrungen in der Werkstatt vermittelt. Der Beruf ist in Deutschland so beliebt, dass er zu den zehn gefragtesten Ausbildungsberufen gehört, wie unter anderem ausbildung.de berichtet.

Die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker

Die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker bietet verschiedene Schwerpunkte, darunter

  • Personenkraftwagentechnik
  • Nutzfahrzeugtechnik
  • Motorradtechnik
  • System- und Hochvolttechnik
  • Karosserietechnik

. Diese Vielfalt eröffnet den Lehrlingen zahlreiche Möglichkeiten, sich in der Branche zu spezialisieren und ansprechende Karrieremöglichkeiten zu finden. Typische Aufgaben umfassen die Fehlerdiagnose mit modernen Messsystemen, die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen sowie die Inspektion und Kalibrierung von Fahrzeugsystemen.

Klaus Zieglers Wahl, Kfz-Mechatroniker zu werden, zeigt, dass die Branche auch für Quereinsteiger und ältere Berufsanfänger weiterhin offensteht. Seiner Erfahrung nach sind technische Begabung und handwerkliches Geschick entscheidend für den Erfolg in diesem Beruf. Der Arbeitsplatz eines Kfz-Mechatronikers erstreckt sich über Reparaturwerkstätten bis hin zu Fuhrparks und Automobilclubs – Einheiten, die rund um die Uhr in der motorisierten Welt gefragt sind.

Zukunftschancen und Weiterbildung

Die Zukunftsaussichten im Kfz-Handwerk sind rosig. Durch die rasante Entwicklung von Elektro- und Hybridfahrzeugen bieten sich zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. Absolventen dieser Ausbildung können sich beispielsweise als Kfz-Servicetechniker oder sogar als Betriebswirt nach der Handwerksordnung qualifizieren. Mit dem Erwerb des Meisterbriefs winkt die Möglichkeit, eine eigene Werkstatt zu leiten und sogar Lehrlinge auszubilden – ein Traum, den man auch im höheren Alter verwirklichen kann. Laut Handwerk.de ist dies eine spannende Perspektive für alle, die sich für technische Berufe interessieren.

Klaus Ziegler ist nicht nur ein inspirierendes Beispiel, sondern auch ein eindrucksvolles Zeugnis dafür, dass Flexibilität und der Wille zur Weiterbildung in der heutigen Zeit von höchster Bedeutung sind. Sein Erfolg zeigt, dass es sich durchaus lohnt, über den Tellerrand hinauszuschauen und neue Wege zu beschreiten. In der Autowerkstatt, wo er die Grundlagen seines Handwerks erlernt, hat er stets den Funken an Begeisterung in den Augen, der auch seine jüngeren Kollegen ansteckt. Vielleicht sind es genau solche Geschichten über das Streben nach Wissen und Können, die den Beruf des Kfz-Mechatronikers so lebendig und wertvoll machen.