Tempo 30 für mehr Sicherheit: Neue Regeln im Landkreis Donau-Ries!

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Im Landkreis Donau-Ries werden neue Tempo-30-Zonen eingeführt, um die Verkehrssicherheit insbesondere für Kinder zu erhöhen.

Im Landkreis Donau-Ries werden neue Tempo-30-Zonen eingeführt, um die Verkehrssicherheit insbesondere für Kinder zu erhöhen.
Im Landkreis Donau-Ries werden neue Tempo-30-Zonen eingeführt, um die Verkehrssicherheit insbesondere für Kinder zu erhöhen.

Tempo 30 für mehr Sicherheit: Neue Regeln im Landkreis Donau-Ries!

In den kommenden Monaten wird die Einführung von Tempo 30 auf vielen Straßen im Landkreis Donau-Ries spürbar zunehmen. Mit der Gesetzesänderung von 2024 dürfen nun auch in Bereichen mit „hochfrequentierten“ Schulwegen, Fußgängerüberwegen und Spielplätzen Geschwindigkeitsbeschränkungen erlassen werden. Diese Neuerung soll sowohl die Sicherheit für Kinder als auch für andere Verkehrsteilnehmer erhöhen. Augsburger Allgemeine berichtet von den ersten Schritten in dieser Richtung, da zahlreiche neue Tempo-30-Abschnitte in Planung sind.

Ein Beispiel dafür ist die Kreisstraße in Sulzdorf, wo seit letzter Woche von Montag bis Freitag zwischen 6.30 und 18 Uhr Tempo 30 gilt. Diese Maßnahmen sind besonders wichtig, da Schüler oft stark befahrene Straßen überqueren müssen, um zu ihren Bushaltestellen zu gelangen. Darüber hinaus sind Geschwindigkeitskontrollen angekündigt, um die Einhaltung der neuen Regelungen zu überwachen.

Umsetzung der neuen Regelungen

Die Einführung von Tempo 30 wird von verschiedenen Kommunen im Landkreis unterschiedlich aufgenommen. Vertreter der Städte haben sich anfangs eher zurückhaltend geäußert, da es notwendig war, die Verwaltungsvorschriften anzupassen. In der Verkehrsbehörde des Landratsamtes wurden bereits zahlreiche Anträge zur Einrichtung von Tempo-30-Abschnitten geprüft. Das heißt jedoch nicht, dass alle Vorschläge sofort umgesetzt werden. Auf gemeindlichen Straßen können Kommunen selbst Anordnungen erlassen, während für Kreis-, Staats- oder Bundesstraßen das Landratsamt zuständig ist.

Betroffene Anwohner können unken, dass sie bald in einem „Schilderwald“ leben, da auch in Daiting und Hochfeld neue Tempo-30-Schilder aufgestellt werden sollen. Zudem sind in Riedlingen Tempo-30-Abschnitte auf der Küsterfeldstraße, Kaiser-Karl-Straße und Herzog-Ludwig-Straße geplant, während in Oettingen durchgehend Tempo 30 auf der Achse zwischen dem Kreisverkehr und der Donau-Ries-Klinik sowie in der Goethestraße eingeführt wird.

Anpassungen an neueste Standards

Die Regelungen für Tempo 30 sind jedoch nicht nur lokal von Bedeutung. Es ist erwähnenswert, dass die StVO (Straßenverkehrsordnung) dazu ermächtigt, auch auf Bundesstraßen Tempo 30 einzuführen, wenn dies den Sicherheitsbedürfnissen gerecht wird. Zebrastreifen und Spielplätze müssen dabei als wichtige Begründung für diese Maßnahmen gelten. ADFC hebt hervor, dass die neue Verwaltungsvorschrift zur StVO den Begriff „hochfrequentiert“ näher erläuternd wird. Anhaltspunkt für solche Klassifizierungen können unter anderem Schulwegpläne der jeweiligen Kommune sein.

Mit der Neuregelung wird es auch einfacher, kurze Streckenabschnitte zwischen bereits bestehenden Tempo-30-Zonen einzuordnen. Bisher war dies auf 300 Meter beschränkt; nun dürfen es bis zu 500 Meter sein. So kann ein durchgehendes Tempo 30, etwa auf stark frequentierten Schulwegen, besser umgesetzt werden.

Die Diskussion über Tempo 30 bleibt spannend. Während viele positive Effekte für die Verkehrssicherheit erwarten, halten Kritiker eine generelle Geschwindigkeitsbeschränkung in Ortschaften für übertrieben. Die nächsten Monate werden zeigen, wie sich die neuen Regelungen in der Praxis bewähren werden.