Würzburgs Innenstadt: Über 9 Millionen Besucher trotz Rückgängen!
Besucherzahlen in Würzburgs Innenstadt bleiben stabil. Auswirkungen von Wetter und Wirtschaftskrise auf erfasste Frequenzen erläutert.

Würzburgs Innenstadt: Über 9 Millionen Besucher trotz Rückgängen!
In der Würzburger Innenstadt ist die Besucherzahl im Jahr 2025 mit knapp 9.420.000 Fußgängern stabil geblieben, wenn man die letzten Jahre betrachtet. Laut Radio Gong waren das 370.000 Besucher weniger als im Vorjahr. Ein Rückgang, der teilweise auf den verregneten Sommer zurückzuführen ist. Im Zeitraum von Juni bis August gab es hier einen Unterschied von 345.000 Menschen im Vergleich zum Vorjahr.
Die Messungen stammen von hystreet, die die Passantenfrequenzen in verschiedenen deutschen Städten erfassen. Trotz der Herausforderungen durch Wetter und Wirtschaftskrisen zeigt die Citylage in Würzburg nach wie vor eine solide Grundlage für Handel und Gastronomie. Es bleibt festzuhalten, dass der Rückgang der Besucherzahlen im letzten Jahr vor allem wetterbedingt war.
Ein Blick auf die Passantenfrequenzen
Das Projekt zur Erfassung von Passantenfrequenzen verfolgt das Ziel, einen Frühindikator für den Einzelhandel auf Basis dieser Frequenzen zu schaffen. Die Daten, die unter anderem für Würzburg genutzt werden, stammen von hystreet.com, welche die Frequenzen mittels hochpräziser Laserscanner messen, die Personen ab einer Größe von 90 cm zählen. Datenschutz wird hierbei großgeschrieben, da keine personenbezogenen Daten erfasst werden und die Messgenauigkeit bei beeindruckenden 99% liegt, solange bis zu 500 Personen pro Minute gezählt werden.
Eine Analyse der Daten zeigt, dass Passantenfrequenzen in mehreren deutschen Städten täglich abrufbar sind, während Einzelhandelsumsätze erst 30 Tage nach Monatsende aktualisiert werden. Interessanterweise könnte es einen Zusammenhang zwischen diesen Frequenzen und dem Umsatz im Einzelhandel sowie im Gastgewerbe geben, jedoch ist dieser noch nicht eindeutig nachgewiesen. Ein Grund dafür könnte das veränderte Konsumverhalten sein, das durch die Zunahme des Onlinehandels geprägt wird.
Die allgemeine Lage in Deutschlands Innenstädten
Wie Wirtschaft Aktuell berichtet, bleibt das Konsumverhalten in vielen Städten eher zurückhaltend. Die Passantenfrequenzen waren in der Vergangenheit durch Faktoren wie die Corona-Pandemie und steigende Inflation stark beeinflusst worden. Während sich einige Innenstädte auf einem neuen Normalniveau stabilisieren konnten, weisen andere noch erhebliche Rückgänge auf. Besonders auffallend: Der Samstag bleibt der wichtigste Einkaufstag, doch auch andere Wochentage gewinnen zunehmend an Bedeutung.
„Der Handel ist nach wie vor wichtig, doch es sind auch Gastronomie, Dienstleistung und Freizeitangebote, die für die Anziehungskraft der Zentren sorgen“, hebt Christoph Berger, Vorsitzender des IHK-Handelsausschusses, hervor. Dabei zeigen Beispiele aus anderen Städten, dass ein optimaler Nutzungsmix – wie etwa in Vreden, wo Gastronomiebetriebe florieren – entscheidend für den Erfolg einer Innenstadt sein kann.
Die Entwicklungen der Passantenfrequenzen und deren Bedeutung für den Einzelhandel und das Gastgewerbe bleiben also ein spannendes Thema. Es gilt, die zukünftigen Trends genau zu beobachten und gegebenenfalls zu reagieren, um die Innenstädte auch weiterhin lebendig und attraktiv zu halten.