Revolutionäre Bildgebung: Würzburgs Uni startet strahlenfreies Zentrum!

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Würzburg erhält 3,1 Mio. Euro für ein Zentrum zur strahlenfreien Magnetpartikel-Bildgebung. Betriebsstart 2027.

Würzburg erhält 3,1 Mio. Euro für ein Zentrum zur strahlenfreien Magnetpartikel-Bildgebung. Betriebsstart 2027.
Würzburg erhält 3,1 Mio. Euro für ein Zentrum zur strahlenfreien Magnetpartikel-Bildgebung. Betriebsstart 2027.

Revolutionäre Bildgebung: Würzburgs Uni startet strahlenfreies Zentrum!

In Würzburg tut sich was im Bereich der medizinischen Bildgebung! An der Universität Würzburg wird das Süddeutsche Zentrum für Magnetpartikel-Bildgebung (SMPI) ins Leben gerufen, das einen beachtlichen Schub für die Forschung verspricht. Dank einer großzügigen Förderung von 3,1 Millionen Euro durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) kann nun ein innovatives Verfahren entwickelt werden, das traditionell eingesetzte Röntgenstrahlen teilweise ersetzen könnte.

Ein zentrales Merkmal dieser neuen Technologie ist die Möglichkeit, spezielle magnetische Partikel im menschlichen Körper darzustellen, ohne dass dafür Röntgenstrahlen oder jodhaltige Kontrastmittel notwendig sind. Bisher beschränkten sich die Tests auf Laborbedingungen, da die erforderliche Forschungsinfrastruktur fehlte. Die Einrichtung des Zentrums am Hubland-Campus Süd will dies künftig ändern und die Technologie für den praktischen Einsatz weiterentwickeln. Voraussichtlich wird der Betrieb bereits 2027 aufgenommen.

Innovative Ansätze in der medizinischen Bildgebung

Durch die Arbeit am SMPI wird erwartet, dass verschiedene Anwendungsgebiete adressiert werden, darunter die Untersuchung von Herz und Gefäßen sowie die Krebs- und Immunforschung. Diese Fortschritte sind besonders vielversprechend, da sie das Potenzial haben, die Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten für viele Patienten deutlich zu verbessern.

Zusätzlich haben Forschende des Uniklinikums Würzburg und der Universität Würzburg bereits einen menschengroßen MPI-Scanner entwickelt, der erfolgreich an einem realistischen Modell der Oberschenkelarterie getestet wurde. Damit wird eine strahlenfreie Bildgebung von Kontrastmitteln erreicht, die besonders bei peripheren Gefäßeingriffen von Bedeutung ist. Statt auf Röntgenstrahlen angewiesen zu sein, können nun Eingriffe ohne zusätzliche Strahlenbelastung durchgeführt werden, was für Patienten mit Nierenproblemen eine echte Erleichterung darstellt.

Die Testergebnisse waren durchweg positiv: Der MPI-Scanner lieferte klare und zuverlässige Bilder der Blutgefäße, während mix aus MPI-Tracer und einem Röntgenkontrastmittel eingesetzt wurde. Das neue Verfahren hat bereits erste Erfolge gezeigt, und der nächste Schritt ist die Durchführung weiterer Messungen am lebenden Menschen. Dr. Patrick Vogel und Professor Thorsten Bley, die die Studie leiteten, haben damit einen wichtigen Grundstein gelegt, der künftig auch die klinische Umsetzung erleichtert.

Fazit und Ausblick

Die Entwicklungen in Würzburg zeigen ganz klar: Hier wird an der Zukunft der medizinischen Bildgebung gearbeitet. Mit dem neuen Zentrum und den innovativen Scannern stehen wir an der Schwelle zu einer Revolution in der Diagnostik. Ein gutes Händchen zeigen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Würzburg, denn ihre Forschungsarbeit könnte nicht nur die Behandlungsmethoden maßgeblich verbessern, sondern auch vielen Patientinnen und Patienten zu einem besserem Lebensstandard verhelfen. Wir dürfen gespannt sein, welche frischen Erkenntnisse und Möglichkeiten die nächsten Jahre für uns bereithalten!