Spektakuläre Polarlichter erleuchten Bad Wörishofen und Unterallgäu!
Polarlichter erleuchten Unterallgäu! Ein starker Sonnensturm führt am 20. Januar 2026 zu beeindruckenden Himmelsschauspielen.

Spektakuläre Polarlichter erleuchten Bad Wörishofen und Unterallgäu!
In der Nacht auf Dienstag, den 20. Januar 2026, erlebten die Städte Bad Wörishofen, Mindelheim und Türkheim ein beeindruckendes Schauspiel am Himmel: Polarlichter tanzten über den Ort und begeisterten zahlreiche Zuschauer. Auslöser für dieses farbenfrohe Phänomen war ein starker Sonnensturm, der das Magnetfeld der Erde mit voller Wucht traf. Laut der Augsburger Allgemeinen wurde dieser Sonnensturm vom Space Weather Prediction Center der USA in die Kategorie G4 eingestuft – das ist nur einen Schritt von der höchsten Stufe G5 entfernt.
Kenner wissen: Bei solch kräftigen Sonnenstürmen sind Polarlichter sogar in niedrigeren Breitengraden sichtbar, was im Allgäu eine Seltenheit darstellt. Normalerweise müssen sich die Interessierten weit in den Norden begeben, um die faszinierenden Lichter zu sehen, die üblicherweise in Regionen nahe dem Polarkreis vorkommen. Doch die optimalen Bedingungen in dieser Nacht – ein klarer Himmel und eine Geschwindigkeit des Sonnensturms von über 1000 Kilometer pro Sekunde – machten die Beobachtungen zum besonderen Erlebnis.
Der KP-Index, der die geomagnetische Aktivität misst, stieg auf beeindruckende 8. Dies sorgte dafür, dass die Polarlichter auch nach Mitternacht sichtbar waren, hauptsächlich in schimmernden Rot- und Grüntönen. Die Farben verraten viel über die beteiligten Gase: Während das Grün auf Sauerstoff hinweist, zeigen Blau- oder Violetttöne, dass Stickstoff im Spiel ist. Wer die Gelegenheit nutzen wollte, erlebte, wie einfach es war, diese Lichter festzuhalten – Smartphones oder Kameras waren dabei nützliche Helfer.
Sonnenzyklen und geomagnetische Stürme
Diese beeindruckenden Lichter sind nicht nur ein Zufallsprodukt. Ein Blick auf die Vorgeschichte zeigt, dass der aktuelle Sonnenzyklus, der bereits seit 2019 läuft, dazu führt, dass die Sonne momentan in ihrem Maximum ist. Laut den Informationen von polarlicht-vorhersage.de gab es am 18. Januar 2026 einen starken Solarflare der Klasse X1.9, der einen koronalen Massenauswurf (CME) auslöste. Diese riesigen Wolken aus geladenen Teilchen bewegen sich mit Geschwindigkeiten bis zu 2000 km/s und trafen am 20. Januar in etwa zwischen 10 und 14 Uhr MEZ auf die Erde.
Wenn man das Ausmaß der geomagnetischen Störungen bedenkt, wird klar: Ein G4-Sturm wie der aktuelle kann nicht nur beeindruckende Polarlichter hervorrufen, sondern auch einiges an Störungen mit sich bringen. Beispielsweise kommt es zu potentiellen Stromausfällen, HF-Radio-Blackouts und GPS-Störungen. Diese blitzenden Lichter, die in der Nacht erstrahlen, sollten also mit einem kleinen Hinblick auf die Technologie, die sie möglicherweise beeinflusst, genossen werden.
Tipps für Polarlicht-Jäger
Wer auf der Suche nach einer unvergesslichen Erfahrung ist, sollte sich nicht nur um das richtige Timing kümmern, sondern auch um den perfekten Standort. Dunkle Orte, fernab von den Lichtern der Städte, sind ideal für die Beobachtung. Experten empfehlen, die zweite Nachthälfte des 20. Januar zu nutzen, um die besten Chancen auf ein beeindruckendes Naturphänomen zu haben. Gearbeitet werden sollte auch an der Ausrüstung: Eine Kamera mit Stativ, warme Kleidung und eine Thermoskanne voll heißem Getränk können das Erlebnis zusätzlich aufwerten.
Für alle, die die Polarlichter hautnah erleben möchten, bietet das Forum von AKM e.V. weitere Informationen und Tipps. Halten Sie also die Augen offen und genießen Sie dieses seltene Schauspiel, das die Nacht erhellt!
Für weitere Informationen und Details über die aktuellen geomagnetischen Störungen und Polarlichter besuchen Sie die Seiten von Augsburger Allgemeine, polarlicht-vorhersage.de und sonnen-sturm.info.