Fürstenfeldbruck entscheidet: B2 zieht aus der Innenstadt heraus!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Am 18. Januar 2026 stimmten 75,2% der Fürstenfeldbrucker für die Verlegung der B2 aus der Innenstadt, um den Verkehr zu entlasten.

Am 18. Januar 2026 stimmten 75,2% der Fürstenfeldbrucker für die Verlegung der B2 aus der Innenstadt, um den Verkehr zu entlasten.
Am 18. Januar 2026 stimmten 75,2% der Fürstenfeldbrucker für die Verlegung der B2 aus der Innenstadt, um den Verkehr zu entlasten.

Fürstenfeldbruck entscheidet: B2 zieht aus der Innenstadt heraus!

In Fürstenfeldbruck wurde am 18. Januar 2026 ein entscheidender Bürgerentscheid zur Zukunft der Bundesstraße 2 (B2) abgehalten. Das Ergebnis: 75,2 Prozent der rund 12.000 Wähler:innen stimmten für die Verlegung der B2 aus der Innenstadt. Mit etwa 9.139 Stimmen setzten sich die Befürworter der Umwidmung deutlich gegen die Bürgerinitiative „Verbleib B2“ durch, die mit 6.019 Stimmen (entspricht 65,7 Prozent) den Rückhalt der Bürger:innen nicht finden konnte. Das macht deutlich, dass der Wunsch nach einer Verkehrsberuhigung in der Innenstadt hoch im Kurs steht, berichtet Merkur.

Der Bürgerentscheid wartete mit einem erfreulichen Quorum auf: Mehr als die geforderten 5.443 Stimmen wurden erreicht, was die Bürgerbeteiligung eindrucksvoll unterstreicht. Auch wenn die Bürgerinitiative die Wichtigkeit der Mitbestimmung betonte, gilt das Abstimmungsergebnis als klarer demokratischer Auftrag für die Stadtregierung. Die Verlegung soll nicht nur die Innenstadt vom Schwerlastverkehr entlasten, sondern sorgt auch dafür, dass die Gestaltungshoheit über das Stadtbild wieder in die Hände der Stadt zurückgegeben wird. Dies war den Befürwortern ein großes Anliegen, wie aus den Informationen von Augsburger Allgemeine hervorgeht.

Neue Route für die B2

Die neue Trasse wird durch den Westen der Stadt führen, beginnend an der Oskar-von-Miller-Straße und weiter über die Fürstenfelder Straße bis zur äußeren Schöngeisinger Straße und der B471. Oberbürgermeister Christian Götz kündigte auch an, dass die historische Amperbrücke, die 1909 erbaut wurde, saniert werden muss, um die Verkehrssicherheit auf der neuen Strecke zu gewährleisten. Ein historischer Moment für Fürstenfeldbruck, der nach Jahrzehnten der Diskussion nun endlich einen Fortschritt darstellt.

Die stadlichen Gremien hatten bereits im Mai 2025 für das Vorhaben gestimmt, sodass nun der nächste Schritt mit der Bereitschaft zur Unterzeichnung der Umwidmungsvereinbarung folgt. Diese Neuordnung wird nicht nur den Verkehr regulieren, sondern ermöglicht auch eine umfassende Neugestaltung des Innenstadtbereichs. In Zeiten, in denen der Lärm und die Luftqualität ein heißes Thema bleiben, ist dies eine willkommene Wendung, die die Lebensqualität steigern könnte.

Für viele Bürger:innen ist der Bürgerentscheid ein Grund zur Hoffnung. Ein nachhaltiger Umgang mit der Infrastruktur kann dazu beitragen, das Stadtbild lebenswerter zu gestalten. Es bleibt abzuwarten, wie die Umsetzung der Umwidmung konkret aussehen wird, aber die Weichen sind mit dem Ergebnis des Bürgerentscheids nun klar gestellt.