KI-Start in Passau: Revolutionäre Leseförderung mit eKidz !
Tirschenreuth: Stiftland-Gymnasium als Finalist beim KI-Schulpreis 2026, fördert digitale Selbstständigkeit durch innovative Technologien.

KI-Start in Passau: Revolutionäre Leseförderung mit eKidz !
Was geht in Passau und Tirschenreuth? Diese beiden Städte sind derzeit im Gespräch, denn sie sind mit ihren Schulen unter den Finalisten des ersten bundesweiten KI-Schulpreises. Die Hans-Carossa-Grundschule in Passau und das Stiftland-Gymnasium in Tirschenreuth zeigen, wie zeitgemäße Bildung in einer digitalen Welt aussehen kann. Laut BR.de stehen sie an der Spitze, wenn es darum geht, innovative Ansätze im Umgang mit Künstlicher Intelligenz zu entwickeln.
An der Hans-Carossa-Grundschule nutzen die Viertklässler iPads und die App “eKidz” zur Leseförderung. Diese besondere App zeichnet die Lesefähigkeiten der Schüler auf, erkennt ihre Stärken und Schwächen und bietet eine individuelle Unterstützung. Obwohl ein Schüler die Geschwindigkeit der Vorlesefunktion bemängelte und das Buchlesen bevorzugt, zeigt die App vor allem in heterogenen Klassen vielversprechende Erfolge. Lehrerin Andrea Krüger berichtet, dass KI nicht nur beim Lesen, sondern auch in Bereichen wie Textverfassen und Mathematik eingesetzt wird. Selbst die Essenspläne der Mensa werden mittlerweile mit KI optimiert.
Die Herausforderungen der Digitalisierung
Doch mit den Fortschritten kommen auch Herausforderungen. Peter Freudenstein, ein Kollege von Andrea, weist darauf hin, dass der Markt für KI in Schulen schnell wächst. Viele Programme erscheinen und es ist manchmal schwer, den Überblick zu behalten. Das Stiftland-Gymnasium in Tirschenreuth hat auch klug investiert und einen eigenen Server für KI-Anwendungen eingerichtet, was mit Kosten von rund 1.500 Euro verbunden ist. Diese Investition wird durch ein engagiertes Team von Lehrkräften und Mitarbeitern betreut und zielt darauf ab, digitale Selbstständigkeit zu fördern.
Die Nutzung von “eKidz” scheint besonders effektiv zu sein, denn die App wird auch in sozial benachteiligten Klassen eingesetzt, in denen oft viele Schüler Migrationshintergrund haben. Laut News4Teachers erzielt die App signifikante Verbesserungen in den Lesekompetenzen, wobei einige Studien belegen, dass regelmäßige Nutzung zu Leistungssteigerungen von bis zu 12% führen kann.
Ein Blick in die Zukunft
Die KI-Schulkultur wird durch den Preis von der Initiative “Land der Ideen” gefördert. Die Grundschule in Passau und das Gymnasium in Tirschenreuth sind somit Teil eines vielversprechenden Trends, der Bildung neu definiert. Andreas Krüger betont die wichtige Rolle der Lehrer, die als Anleitung fungieren und die Schüler weiterhin auf ihrem Lernweg unterstützen. Auch der Bayerische Lehrerinnen- und Lehrerverband unterstützt das Engagement der Schulen, weist aber auf die Herausforderungen des Datenschutzes und die Notwendigkeit hin, Abhängigkeiten zu vermeiden.
Insgesamt zeigen Passau und Tirschenreuth, dass innovative Ansätze im Bildungssystem nicht nur möglich, sondern auch notwendig sind, um mit den Herausforderungen der Zeit Schritt zu halten und den Schülern die besten Bildungschancen zu bieten.