79-Jähriger stirbt nach fatalem Abbiegefehler in Straubing-Bogen

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Ein 79-Jähriger starb nach einem Abbiegeunfall im Landkreis Straubing-Bogen; zwei weitere Personen wurden verletzt.

Ein 79-Jähriger starb nach einem Abbiegeunfall im Landkreis Straubing-Bogen; zwei weitere Personen wurden verletzt.
Ein 79-Jähriger starb nach einem Abbiegeunfall im Landkreis Straubing-Bogen; zwei weitere Personen wurden verletzt.

79-Jähriger stirbt nach fatalem Abbiegefehler in Straubing-Bogen

Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich im Landkreis Straubing-Bogen, bei dem ein 79-jähriger Mann tödliche Verletzungen davontrug. Der Vorfall geschah, als der Senior mit seinem Auto in Steinach auf die B20 einbiegen wollte. Er übersah dabei einen vorfahrtsberechtigten Wagen, dessen 32-jähriger Fahrer einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern konnte. Bei dem Aufprall wurden der junge Fahrer und sein 26-jähriger Beifahrer leicht verletzt, während der 79-Jährige und seine 70-jährige Beifahrerin schwere Verletzungen erlitten. Beide mussten von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit werden.

Alle vier Verletzten wurden umgehend in umliegende Krankenhäuser gebracht, doch der 79-Jährige verstarb wenig später an seinen Verletzungen. Die Autobahn war während der Unfallaufnahme und der anschließenden Bergungsarbeiten zeitweise gesperrt. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden und ein Gutachter wurde hinzugezogen, um den genauen Unfallhergang zu klären. Diese tragische Begebenheit wirft drängende Fragen über die Sicherheit älterer Autofahrer auf.

Wachsende Risiken im Straßenverkehr

Ältere Verkehrsteilnehmer sind in der Regel eher Gefährdete als Gefährder. Mit zunehmendem Alter können Reaktionsfähigkeit und Sehvermögen nachlassen, was zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr führen kann. Daher empfiehlt der ADAC, dass Seniorinnen und Senioren ihre Fahrfähigkeit regelmäßig selbstkritisch überprüfen. Laut der Unfallstatistik von 2024, verursachten Menschen ab 65 Jahren 19,3% der Unfälle mit Personenschaden, was weniger ist als ihr Bevölkerungsanteil von 23%. Dennoch ist die Gefährdung im Straßenverkehr für diese Altersgruppe besonders hoch.

Über die Hälfte der tödlich verunglückten Fußgänger und Radfahrer sind 65 Jahre oder älter. Auch bei Pedelec-Nutzern sind fast 70% der tödlich Verunglückten aus dieser Altersgruppe. Der ADAC-Experte Ulrich Chiellino betont jedoch, dass das Alter allein nicht auf die Fahreignung schließen lässt. Stattdessen sind Gesundheitszustand und Fahrerfahrung entscheidende Faktoren für eine unfallfreie Teilnahme am Straßenverkehr. Es wird daher empfohlen, regelmäßige medizinische Untersuchungen durchzuführen, insbesondere des Sehvermögens.

Sicher mobil im Alter

Für ältere Verkehrsteilnehmer bietet der ADAC hilfreiche Programme wie „Sicher mobil“ an, die den Überblick im Verkehr erleichtern. Dieses Programm richtet sich an aktive Verkehrsteilnehmer ab 65 Jahren, unabhängig von ihrem Fortbewegungsmittel. Auch Fahr-Fitness-Checks und Fahrsicherheitstrainings sind für Senioren verfügbar, um sie beim Autofahren zu unterstützen und sicherer zu machen.

Die Tragödie in Steinach sollte als Anstoß dienen, das eigene Fahrverhalten und die damit verbundenen Risiken zu hinterfragen. Es ist wichtig, dass ältere Fahrer sich regelmäßig prüfen und gegebenenfalls rechtzeitig Hilfe in Anspruch nehmen, um ihre Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.

Weitere Informationen zu diesem Vorfall und der Verkehrssicherheit für ältere Menschen finden Sie bei der Borkener Zeitung, der Allgäuer Zeitung, sowie auf der Webseite des ADAC.