Heute ist der 19.04.2026 und in der Region Starnberg tut sich einiges. Die VR-Bank Starnberg-Zugspitze hat ihre Bilanzsumme auf stolze 5,64 Milliarden Euro gesteigert. Trotz der Herausforderungen, die der Personalmangel mit sich bringt, zeigt die Bank eine beeindruckende Wachstumsdynamik. Die Fusion der VR-Banken Starnberg-Herrsching-Landsberg und Werdenfels ist ein wesentlicher Schritt, der rückwirkend zum 1. Januar 2025 in Kraft trat und die Bank zur drittgrößten Genossenschaftsbank in Bayern macht.

Die Bilanz für das Jahr 2025 ist vielversprechend, auch wenn der Gewinn von 4,9 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist – ein Effekt der Fusion. Dennoch kann die Bank mit einem Eigenkapital von 372 Millionen Euro und einem betreuten Kundenanlagevolumen von 7,6 Milliarden Euro aufwarten. Die Kundenkredite sind um knapp vier Prozent gestiegen, was die Stabilität und das Vertrauen der Kunden in diese Institution unterstreicht.

Ein starkes Team in herausfordernden Zeiten

Mit rund 710 Mitarbeitern, darunter 51 Auszubildende, zeigt die VR-Bank, dass sie nicht nur auf Zahlen setzt, sondern auch auf Menschen. Besonders erfreulich ist, dass 30 Prozent der Führungspositionen von Frauen besetzt sind. Die Bank betreibt derzeit 32 Filialen in fünf Landkreisen, bietet 32 SB-Filialen und betreibt 68 Geldautomaten. Außerdem leistet die Bank einen wichtigen Beitrag zur regionalen Gemeinschaft, indem sie rund 250.000 Euro für Spenden bereitstellt.

Die wirtschaftliche Lage ist zwar herausfordernd, die Region bleibt jedoch stark. Insolvenzen nehmen zu, doch die VR-Bank sieht sich als stabilisierende Kraft in der Region. In den kommenden zehn Jahren wird ein Verlust von fast 40 Prozent der Mitarbeiter durch Renteneintritt erwartet, was die Bank vor neue Herausforderungen stellt. Daher wird eine neue Strategie zur Rekrutierung und Bindung von Talenten entscheidend sein.

Fusion als Chance

Die Fusion zwischen der VR-Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg eG und der VR-Bank Werdenfels eG, die im Juni 2025 von den Vertretern genehmigt wurde, ist ein klarer Schritt in die Zukunft. Mit der rechtlichen Eintragung der neuen VR Bank Starnberg-Zugspitze eG ins Genossenschaftsregister am 07.10.2025 wird die technische Verschmelzung vom 21. bis 23. November 2025 vollzogen. Hierdurch sollen die Stärken beider Banken gebündelt werden, um erstklassige Dienstleistungen für Mitglieder und Kunden anzubieten.

Der Vorstand der Bank fordert zudem, weniger Regulierung und Bürokratie zuzulassen, da aktuell 15 Sonderbeauftragte beschäftigt sind, um den Anforderungen gerecht zu werden. Die kommenden Monate und Jahre werden zeigen, wie diese fusionierte Bank den regionalen Markt prägen und dazu beitragen wird, dass die Menschen auch weiterhin auf ihre Bank vertrauen können.