Rasen? Tötet! – Alarmierende Unfallzahlen in Passau und Bayern!

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Verkehrswacht Passau warnt vor Geschwindigkeitsüberschreitungen. Aktuelle Unfallstatistiken verdeutlichen die Gefahren.

Verkehrswacht Passau warnt vor Geschwindigkeitsüberschreitungen. Aktuelle Unfallstatistiken verdeutlichen die Gefahren.
Verkehrswacht Passau warnt vor Geschwindigkeitsüberschreitungen. Aktuelle Unfallstatistiken verdeutlichen die Gefahren.

Rasen? Tötet! – Alarmierende Unfallzahlen in Passau und Bayern!

Die Straßenverkehrswacht für Stadt und Landkreis Passau macht mit einer eindringlichen Kampagne auf die Gefahren von zu schnellem Fahren aufmerksam. Unter dem Motto „Rasen? Tötet!“ werden derzeit Warnplakate angebracht, die auf das tragische Thema aufmerksam machen. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im vergangenen Jahr verloren 137 Menschen in Bayern ihr Leben aufgrund unangepasster Geschwindigkeit, wie die PNP berichtet.

Hohe Geschwindigkeiten sind nicht nur für den Fahrer riskant. Sie tragen auch erheblich zu gefährlichen Überholmanövern bei. So benötigt man für ein sicheres Überholen bei 100 km/h rund 600 Meter Sichtweite, was fast sechs Fußballfeldern entspricht. Das macht deutlich, dass schnelles Fahren oft auch schwerwiegende Folgen hat.

Die traurige Realität der Unfallstatistiken

Ein Blick auf die bundesweiten Statistiken zeigt, dass die Situation auch auf deutschen Autobahnen dramatisch ist. Im Jahr 2018 gab es 424 Verkehrstote auf Autobahnen, von denen 196 – also beinahe die Hälfte – durch nicht angepasste Geschwindigkeit mitverantwortlich waren. Besonders auffällig ist, dass auf Strecken ohne Tempolimit 45 % der Verstorbenen auf unangepasste Geschwindigkeit zurückzuführen sind, gegenüber 50 % auf beschränkten Strecken. Die Statistik zeigt auch, dass 71 % der Todesfälle auf Autobahnen auf Abschnitten ohne Geschwindigkeitsbegrenzung passierten.

Die Straßenverkehrsordnung definiert „nicht angepasste Geschwindigkeit“ als einen der Hauptgründe für Unfälle. Häufig hängt dies auch mit einem zu geringen Abstand zwischen den Fahrzeugen zusammen. Diese Kombination sorgt für hohe Risiken im Straßenverkehr.

Verkehrsauffälligkeiten in Zahlen

Statistiken zu Verkehrsauffälligkeiten sind ebenfalls alarmierend. Laut der KBA wurden allein im Jahr 2024 über 1,8 Millionen Geschwindigkeitsverstöße von Männern registriert, während es bei Frauen über 547.000 waren. Dies verdeutlicht, wie stark Geschwindigkeitsübertretungen im Alltag der Verkehrsteilnehmer verankert sind.

Die Zahl der im Fahreignungsregister (FAER) gespeicherten Personen lag am 1. Januar 2025 bei über 10 Millionen, wobei 3,8 Millionen Ordnungswidrigkeiten und 238.000 Straftaten erfasst wurden. Besonders hervorzuheben sind die Alkoholverstöße, die mit 76.725 Fällen die häufigsten Straftaten darstellten.

Eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung

Die aktuellen Warnaktionen der Verkehrswacht sind ein wichtiger Schritt, um das Bewusstsein für die Gefahren der Geschwindigkeit im Straßenverkehr zu schärfen. Es liegt an uns allen, verantwortungsbewusster zu fahren und die Regeln zu respektieren, um die Unfallzahlen zu reduzieren und Leben zu retten. Denn letztlich ist jeder von uns gefordert, seinen Beitrag zu leisten, um die Straßen sicherer zu machen.