Drama an der Donau: Polizistin zeigt Gaffer nach Rettungseinsatz an!

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Am 28. Dezember 2025 fiel ein betrunkener Mann in die Donau in Passau. Passanten und Feuerwehr retteten ihn, während eine Gaffer die Aktion filmte. Polizei ermittelt gegen die Filmerin wegen der Verletzung von Persönlichkeitsrechten.

Am 28. Dezember 2025 fiel ein betrunkener Mann in die Donau in Passau. Passanten und Feuerwehr retteten ihn, während eine Gaffer die Aktion filmte. Polizei ermittelt gegen die Filmerin wegen der Verletzung von Persönlichkeitsrechten.
Am 28. Dezember 2025 fiel ein betrunkener Mann in die Donau in Passau. Passanten und Feuerwehr retteten ihn, während eine Gaffer die Aktion filmte. Polizei ermittelt gegen die Filmerin wegen der Verletzung von Persönlichkeitsrechten.

Drama an der Donau: Polizistin zeigt Gaffer nach Rettungseinsatz an!

In der Nacht auf Sonntag, den 28. Dezember 2025, kam es in Passau zu einem tragischen Vorfall. Ein 47-jähriger Mann stürzt betrunken an einer Schiffsanlegestelle in die kalte Donau, während er sein Geschäft erledigen wollte. Der Mann, der erheblich alkoholisiert war, fiel in die Strömung und war auf Hilfe angewiesen. Eine 24-jährige Frau hörte seine Hilferufe und handelte schnell: Sie wählte den Notruf und alarmierte die Rettungskräfte, während Passanten bereits einen Schwimmring ins Wasser warfen, um dem Mann das Überleben zu erleichtern. Die Feuerwehr konnte ihn schließlich aus der Donau retten; dennoch erlitt der Mann eine Unterkühlung und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Wie lange er jedoch bereits im Wasser war, ist unbekannt.

Doch während der dramatischen Rettungsaktion gab es einen weiteren besorgniserregenden Aspekt: Eine 22-jährige Passantin filmte das Geschehen mit ihrem Handy vom Ufer aus. Diese Entscheidung fiel bei den Polizisten nicht gut an. Sie erstatteten Anzeige gegen die Frau, da sie die Aufnahmen als „Hilflosigkeit einer anderen Person zur Schau stellend“ empfanden. Dieser Vorfall ist nur ein weiteres Beispiel für das steigende Gaffen in Notfallsituationen, das nicht nur die Einsatzkräfte belastet, sondern auch die Würde der Betroffenen missachtet. Die [Süddeutsche] berichtet, dass meistens aus sensatonslüsterner Neugierde Notfallorte aufgesucht werden, um Aufnahmen zu machen.

Sensationslustigkeit im Fokus

Das Gaffen ist mittlerweile ein ernstes Problem im Rettungsdienst. Eine Umfrage unter Rettungsdienstmitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zeigt, dass immer mehr Menschen aus der Neugierde heraus direkt zu Einsatzorten gehen, um Videos oder Bilder zu machen. Helmut Gels, Präsident des Landesverbandes Oldenburg e.V., weist darauf hin, dass das Filmen von Notfällen in der Tat strafbar ist. Lediglich die Gesetzgebung gab mit einer Neufassung des §201a StGB im Jahr 2004 eine Reaktion darauf, die die Persönlichkeitsrechte schützt. Seit Januar 2021 ist es sogar strafbar, Bilder oder Videos von verstorbenen Personen zu machen, was mit Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden kann.

Diese Entwicklung führt nicht nur zu einer zusätzlichen Belastung für die Einsatzkräfte, sondern zeigt auch einen besorgniserregenden Trend in der Gesellschaft: Ein zunehmendes fehlendes Verständnis für die Notlage von anderen Menschen. Einsatzkräfte müssen nicht nur die Rettung der Betroffenen gewährleisten, sondern auch immer wieder versuchen, ihre persönlichen Grenzen zu wahren und die Aufnahmen der Gaffer zu verhindern. Maßnahmen wie die Kampagne „HELFEN statt GAFFEN“ sollen daher künftig verstärkt bekannt gemacht werden. [Augsburger Allgemeine] berichtet von der deutlichen Notwendigkeit, die Bevölkerung für die Konsequenzen von Gaffen zu sensibilisieren.

Abschließend kann gesagt werden, dass sich mit einem solchen Vorfall wie in Passau einmal mehr die Frage stellt: Wo bleibt die Menschlichkeit? In Zeiten, in denen das Filmen von Tragödien zur Normalität geworden ist, müssen wir uns der Verantwortung bewusst werden und die Würde der Menschen in den Vordergrund stellen.