30 Jahre Trauerarbeit: Hoffnung und Gemeinschaft in Passau feiern

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Festakt in Passau zum 30-jährigen Jubiläum der Trauerarbeit: Erfahrungsberichte, Lesungen und Austausch im Trauercafé schaffen Gemeinschaft.

Festakt in Passau zum 30-jährigen Jubiläum der Trauerarbeit: Erfahrungsberichte, Lesungen und Austausch im Trauercafé schaffen Gemeinschaft.
Festakt in Passau zum 30-jährigen Jubiläum der Trauerarbeit: Erfahrungsberichte, Lesungen und Austausch im Trauercafé schaffen Gemeinschaft.

30 Jahre Trauerarbeit: Hoffnung und Gemeinschaft in Passau feiern

Der 30. Oktober 2025 wird in Passau als ein ganz besonderer Tag in Erinnerung bleiben. Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) Passau feierte das 30-jährige Bestehen seiner Trauerarbeit, und dazu hatten sich viele Festgäste eingefunden. Unter ihnen befanden sich ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Trauergruppe, die ihre bewegenden Erfahrungsberichte teilten. Diese persönlichem Einblicke zeigten eindrucksvoll, wie wichtig der Austausch unter Betroffenen ist und wie die Begleitung durch andere Trauernde das meist schwere Gefühl der Einsamkeit verringert hat. Isolde Loibl, eine der ehemaligen Teilnehmerinnen, betonte, dass die Teilnahme an diesen Angeboten eine der besten Entscheidungen ihres Lebens war.

Die Feierlichkeit wurde durch die Berichte aktiver Trauerbegleiterinnen bereichert, die mit viel Applaus für ihre wertvolle Arbeit bedacht wurden. Besonders berührend war der spirituelle Impuls, den Nadine Röckl, die geistliche Beirätin des Diözesanverbands, gab. Umrahmt wurde der Festakt von musikalischen Klängen des Klarinettenquartetts „Feiahoiz“, was der Feier eine zusätzliche festliche Note verlieh.

Lesung und tiefgehende Erfahrungen

Im Anschluss an die Feier fand eine Lesung, die in Zusammenarbeit mit dem Trauernetzwerk organisiert wurde, großen Anklang. Dr. Anke Keil stellte ihr Buch „Als Frau Trauer bei uns einzog“ vor, in dem sie die tiefen Einsichten über Trauer und die damit verbundenen Auswirkungen auf das Leben beschreibt. Sie sprach persönlich über den tragischen Verlust ihrer dritten Tochter, und die Stille im Saal während der Lesung war tiefgehend. Nach ihren bewegenden Worten kam es zu einem regen Austausch zwischen den Besucherinnen und Besuchern, die sich ebenfalls öffneten und ihre eigenen Erfahrungen mit Trauer teilten.

Dr. Keils Buch wurde für seine wertvollen Metaphern und Bilder gewürdigt, die vielen Menschen halfen, ihre Gefühle besser einzuordnen und zu verarbeiten. Die Gespräche im Anschluss verdeutlichten, wie wichtig der Austausch für die Trauernden ist, um neue Perspektiven und Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

Trauercafés als Anker in schwierigen Zeiten

Ein zentraler Aspekt der Trauerarbeit, der auch in Passau immer mehr an Bedeutung gewinnt, sind die sogenannten Trauercafés. Diese bieten einen geschützten Raum für Trauernde, in dem sie sich in einer offenen und café-ähnlichen Atmosphäre austauschen können. Flexibel und ohne Anmeldung können die Teilnehmer kommen und gehen, wann sie möchten. Ehrenamtliche Trauerbegleiter sind oft anwesend und schaffen durch ungezwungene Gespräche bei Kaffee und Kuchen eine angenehme Umgebung.

Wie Trosthelden berichtet, sind diese Cafés eine wertvolle Möglichkeit, soziale Isolation zu durchbrechen, die oft mit Trauer einhergeht. Die Teilnehmer können sich in ihrem eigenen Tempo einbringen oder einfach nur zuhören. Diese informellen Rahmenbedingungen fördern den Austausch und helfen den Trauernden, sich gegenseitig zu unterstützen.

Insgesamt zeigt das Jubiläum des KDFB Passau, wie wichtig die Trauerarbeit in unserer Gesellschaft ist und dass jeder, der in seiner Trauer Unterstützung sucht, in Passau ein offenes Ohr und Verständnis finden kann.