CSU-Forderung: Hymnenpflicht bei Schulabschlüssen – Schulleiter gespalten!

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CSU fordert Hymnenpflicht bei Schulabschlüssen im Nürnberger Land. Schulleiter sind gespalten über Zwang und Integration durch Rituale.

CSU fordert Hymnenpflicht bei Schulabschlüssen im Nürnberger Land. Schulleiter sind gespalten über Zwang und Integration durch Rituale.
CSU fordert Hymnenpflicht bei Schulabschlüssen im Nürnberger Land. Schulleiter sind gespalten über Zwang und Integration durch Rituale.

CSU-Forderung: Hymnenpflicht bei Schulabschlüssen – Schulleiter gespalten!

In Bauernschaften und großen Städten wird aktuell über eine neue Idee der CSU diskutiert: Die Pflicht zum Singen der National-, Europa- und Bayernhymne bei Schulabschlussfeiern. Dieser Vorstoß, der vor allem von der Jungen Union und Markus Söder unterstützt wird, sorgt für gemischte Reaktionen unter den Schulleitern im Nürnberger Land. Eine Umfrage unter den Bildungseinrichtungen zeigt, dass viele der Schulleiter gespalten sind und dem Thema mit Skepsis begegnen. NN berichtet, dass die Forderung auf dem CSU-Parteitag ohne Gegenstimme angenommen wurde und nun in die öffentliche Diskussion eingetreten ist.

Ein Großteil der Schulleiter erkennt die positiven Aspekte des gemeinsamen Singens an, sieht jedoch den Zwang als problematisch an. So äußert Armin Eifertinger, Direktor des Werner-Heisenberg-Gymnasiums in Garching, dass Rituale wertvoll und bindend sein können, sofern sie sinnvoll gestaltet sind. Jedoch warnt er vor möglichen ausgrenzenden Wirkungen, insbesondere in einer Schulgemeinschaft, die über 40 Nationalitäten umfasst. Für ihn steht fest: Integration kann nicht durch formale Rituale gefördert werden, sondern muss im alltäglichen Miteinander, durch gegenseitigen Respekt und Mitbestimmung entstehen. Merkur erwähnt, dass er mit seiner Meinung nicht allein steht.

Ausgewogene Meinungen unter Schulleitern

Michaela Trinder, Direktorin des Lise-Meitner-Gymnasiums Unterhaching, ist anderer Meinung. Sie zweifelt daran, dass Hymnen zur Integration beitragen können, und sieht eine Anordnung von oben als möglicherweise kontraproduktiv an. Trinder ist der Ansicht, dass die Schulgemeinschaft vielmehr durch Verständnis und Respekt untereinander geprägt werden sollte. Da scheint es nur logisch, die Hymnen im Unterricht zu behandeln, um ihren historischen Kontext und ihre Bedeutungen zu verstehen.

Eine weitere Stimme in der Debatte ist Nicola Tauscher-Meric, Direktorin der Fachoberschule Haar. Sie hebt hervor, dass bereits wöchentliche Verfassungsstunden bestehen, die wichtige demokratische Werte vermitteln. Zudem sind sich alle Schulleiter einig, dass das Thema in einem umfassenden Rahmen diskutiert werden sollte.

Während die CSU klare Vorstellungen hat, ist die Realität an den Schulen vielschichtiger. Ob es gelingen kann, eine Hymnenpflicht einzuführen oder ob man schließlich bei den wöchentlichen Verfassungsstunden und bewusstem Umgang mit der Vielfalt bleibt, bleibt abzuwarten. Klar ist nur, dass das Thema bei Schulen und Eltern für Gesprächsstoff sorgt und auf großes Interesse stößt.