Mehr Arbeitslose in Bad Tölz-Wolfratshausen: Kleinbetriebe halten Stand!

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Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sinkt die Beschäftigung, trotz stabiler kleiner Betriebe. Arbeitslosenquote 2025 bei 2,4%.

Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sinkt die Beschäftigung, trotz stabiler kleiner Betriebe. Arbeitslosenquote 2025 bei 2,4%.
Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sinkt die Beschäftigung, trotz stabiler kleiner Betriebe. Arbeitslosenquote 2025 bei 2,4%.

Mehr Arbeitslose in Bad Tölz-Wolfratshausen: Kleinbetriebe halten Stand!

Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen steht die Jahresbilanz der Arbeitsmarktsituation auf der Kippe. Aktuell liegt die Arbeitslosenquote bei 2,4 Prozent, was zwar nur einen leichten Anstieg von 0,1 Prozent im Vergleich zu den beiden Vorjahren bedeutet, doch trotzdem macht die Agentur für Arbeit Mitte Januar 2026 eine negative Entwicklung aus, die nicht unbeachtet bleiben sollte. Die schleichende Verschlechterung ist vor allem auf anhaltende konjunkturelle Eintrübungen sowie globalpolitische Unwägbarkeiten zurückzuführen, wie Dr. Nicole Cujai, die Leiterin der Agentur für Arbeit, betont. Diese Faktoren machen insbesondere für Arbeitsuchende die Suche nach einem neuen Job zunehmend schwerer.

Die Zahl der aktuell arbeitslos gemeldeten Menschen liegt im Landkreis bei 1.759. Bemerkenswert ist jedoch das deutliche Plus bei der Langzeitarbeitslosigkeit: Rund 200 Personen waren länger als zwölf Monate ohne feste Anstellung. Diese Entwicklung spiegelt sich in der bundesweiten Statistik wider, wonach die Anzahl der Langzeitarbeitslosen von 2010 bis 2025 einen klaren Anstieg zeigt, wie die umfassenden Daten der Statista belegen.

Stellenangebot im Fokus

Im Bereich der verfügbaren Arbeitsplätze wird es jedoch noch vielseitig: Laut der aktuellen Bilanz wurden 942 Stellen angeboten. Besonders gefragt sind Fachkräfte im Ausbau, in der Informations- und Kommunikationstechnik sowie in den medizinischen Gesundheitsberufen, wie z. B. in der Pflege. Ende 2025 waren in diesen Segmenten sogar mehr Stellen frei als noch ein Jahr zuvor, was einer gewissen Stabilität in der wirtschaftlichen Situation des Landkreises geschuldet ist. Insbesondere kleinere Betriebe, die den Großteil der Wirtschaft im Landkreis ausmachen, zeigen sich als besonders resilient. Diese Flexibilität der Unternehmensstruktur kann einen wertvollen Beitrag zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes leisten.

Ein weiterer kritischer Punkt ist der Rückgang der gemeldeten neu zu besetzenden Stellen. Insgesamt gingen 8.054 Stellen im Vergleich zu 2024 verloren, das sind über 230 weniger als zuvor. Diese Entwicklung lässt aufhorchen und wirft Fragen auf, wie der Markt in der Region weiterhin belebt werden kann.

Die Suche nach Lösungen

In Anbetracht dieser Herausforderungen wird es zunehmend wichtig, die vorhandenen Ressourcen klug zu nutzen. Der Landkreis sowie die Agentur für Arbeit stehen vor der Aufgabe, konkrete Lösungen zu entwickeln, um die Langzeitarbeitslosigkeit zu bekämpfen und neue Perspektiven zu schaffen. Das Engagement der lokalen Unternehmen, insbesondere der kleineren, könnte hierbei von entscheidender Bedeutung sein. Schließlich zeigt die Vielzahl der offenen Stellen in bestimmten Berufen, dass es auch Lichtblicke in der aktuellen Situation gibt.

Die nächste Herausforderung wird es sein, die Menschen in den Langzeitarbeitsverhältnissen zurück in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Agentur für Arbeit, unterstützt von lokalen Initiativen, wird sich hoffentlich auch künftig intensiv um diese Aufgabe kümmern, um die Bilanz für 2026 mit frischen Perspektiven aufzupeppen. Mehr Informationen zur regionalen Arbeitsmarktsituation gibt es auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit.