Jugendlicher (15) zwischen Bus und Auto eingeklemmt – schwer verletzt!
In Neu-Ulm wurde ein 15-Jähriger beim Überqueren der Straße zwischen einem Bus und einem Auto eingeklemmt und schwer verletzt.

Jugendlicher (15) zwischen Bus und Auto eingeklemmt – schwer verletzt!
In Neu-Ulm ereignete sich am Freitag, den 24. Oktober, ein tragischer Unfall, bei dem ein 15-jähriger Jugendlicher schwer verletzt wurde. Der Vorfall geschah kurz vor 15 Uhr im Stadtteil Offenhausen, als der Junge versuchte, die Augsburger Straße zu überqueren, um einen anfahrenden Bus zu erreichen. Während er von der südlichen Straßenseite, in Richtung der katholischen Kirche St. Albert, auf die andere Seite rannte, wurde er von einem Auto erfasst, das hinter einem Bus unterwegs war. Die 47-jährige Autofahrerin hatte den Jungen übersehen und überfuhr ihn, während sie an dem Bus vorbeifahren wollte. Passanten eilten sofort zur Hilfe und leisteten Erste Hilfe, bevor der Verletzte ins Krankenhaus gebracht wurde. Seine schweren Verletzungen erforderten umgehende medizinische Betreuung.
Die Fahrerin des VW Golfs blieb glücklicherweise unverletzt, musste jedoch einen Schock überwinden. Gegen sie wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Dieser Vorfall verdeutlicht einmal mehr die Gefahren im Straßenverkehr, insbesondere für Fußgänger. Die Polizei sperrte die Augsburger Straße bis etwa 16:15 Uhr zwischen der Tankstelle an der Kreuzung Ortsstraße/Heinrich-Heine-Straße und der Abzweigung zum Landratsamt (Kantstraße), um den Einsatzkräften und der Unfallaufnahme ausreichend Platz zu geben.
Sicherheitslage im Verkehr
In Anbetracht der aktuellen Verkehrsunfallstatistik 2023, in der die Zahl der Verletzten bei Verkehrsunfällen auf 366.557 gestiegen ist, wird die Sicherheit auf den Straßen zunehmend mehr zur Priorität. Manfred Wirsch, Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates, betont, dass die Anzahl der verletzten und getöteten Fußgänger in den letzten Jahren alarmierend angestiegen ist. Besonders betroffen sind Kinder, die oft zu Fuß zur Schule gehen und daher in erhöhtem Risiko ausgesetzt sind. Um dieser Herausforderung entgegenzuwirken, arbeitet die Bundesregierung an einer neuen Fußverkehrsstrategie, die unter anderem die Errichtung von Zebrastreifen für Kommunen erleichtert, ohne einen Nachweis für besondere Gefährdungen zu benötigen.
Die Novelle der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) soll es zukünftig ermöglichen, schneller und flexibler auf die Bedürfnisse von Fußgängern und Radfahrern einzugehen. Zudem sind Maßnahmen wie Tempo 30 vor Schulen und in der Nähe von Spielplätzen künftig einfacher umsetzbar. Dies könnte im besten Fall die Sicherheit auf den Straßen deutlich erhöhen und helfen, ähnliche Unfälle wie den in Neu-Ulm zu vermeiden.
Es liegt im Interesse aller Verkehrsteilnehmer, mehr Bewusstsein für die Strukturen und Gefahren im Straßenverkehr zu schaffen. Unfälle wie der in Neu-Ulm sind nicht nur tragisch, sondern auch ein Aufruf an die Politik und die Gesellschaft, sich aktiver mit der Verkehrssicherheit auseinanderzusetzen. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat fordert daher, die Verkehrsüberwachung zu verstärken und Ablenkungen im Straßenverkehr zu bekämpfen.
Weitere Informationen zu dem Vorfall und den relevanten Statistiken finden Sie in den Berichten von Rosenheim24 und Augsburger Allgemeine. Für einen Überblick über die Verkehrssicherheit klärt DVR auf. Der Appell geht an alle: Achten Sie aufeinander im Straßenverkehr – besonders auf die Fußgänger!