Sternenmagie über München: Polarlichter verzaubern den Nachthimmel

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Am 19. Januar 2026 waren in München Polarlichter aufgrund eines starken geomagnetischen Sonnensturms sichtbar.

Am 19. Januar 2026 waren in München Polarlichter aufgrund eines starken geomagnetischen Sonnensturms sichtbar.
Am 19. Januar 2026 waren in München Polarlichter aufgrund eines starken geomagnetischen Sonnensturms sichtbar.

Sternenmagie über München: Polarlichter verzaubern den Nachthimmel

Am Montagabend, dem 19. Januar 2026, erlebten die Bewohner Münchens ein seltener Anblick: Polarlichter tanzten am Himmel und verzauberten die nächtliche Kulisse. Diese spektakulären Lichterscheinungen waren das Ergebnis eines heftigen geomagnetischen Sonnensturms, der durch eine starke Eruption der Sonne ausgelöst wurde. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtete, dass Teilchen von der Sonne zur Erde strömten und dabei vom Erdmagnetfeld zu den Polen gelenkt wurden, wo sie schließlich in die Erdatmosphäre eindrangen und Luftmoleküle zum Leuchten anregten. Besonders sichtbar waren die Lichter zwischen 22 und 23 Uhr in Nord-Nordwest-Richtung.

Und das Glück war den Münchner:innen gewogen. Der Himmel zeigte sich nachts größtenteils wolkenlos und der Neumond bot die besten Bedingungen für dieses Naturschauspiel. Über soziale Medien wurden zahlreiche Fotos aus verschiedenen Stadtteilen wie Sendling, Laim, Neuperlach und Trudering geteilt, die das grün-rote Leuchten festhielten. Das Schauspiel war nicht nur auf München beschränkt; bundesweit konnten die Polarlichter von Brandenburg bis zu den Alpen gesehen werden, wie auch [ZDF] bestätigte.

Ein starker Sonnensturm

Das Phänomen, das diesen Anblick ermöglichte, war ein geomagnetischer Sturm der Stufe G4, die zweithöchste Stufe, laut der US-Atmosphärenbehörde NOAA. Dieser Sturm war besonders stark, sodass die Sichtbarkeit der Polarlichter bis in den Süden Deutschlands reichte, einschließlich Orten wie Straubing in Bayern. Markus Bayer, Meteorologe beim DWD, erläuterte, dass die Eruptionswolke der Sonne lediglich 25 Stunden benötigte, um zur Erde zu gelangen – ein bemerkenswerter Zeitrahmen, da solche Vorgänge normalerweise drei bis vier Tage in Anspruch nehmen.

In vielen Regionen war der klare Himmel nicht nur Prädikat für die Sichtbarkeit der Lichter, sondern auch für die bemerkenswerten Rot- und Grüntöne, die auf eine Reaktion der Sonnenpartikel mit Luftmolekülen zurückzuführen sind. Je nach Art der Moleküle, die in der Erdatmosphäre getroffen werden, können die Farben variieren. Die häufigsten sind jedoch Grün und Rot, die durch Sauerstoff und Stickstoff erzeugt werden, wie die [Tagesschau] erklärt.

Potenzielle Auswirkungen auf Technik

Die Wucht des Sonnensturms brachte nicht nur Freude für die Hobbyastronomen unter den Münchner:innen mit sich, sondern auch einige technische Bedenken. Mögliche Auswirkungen auf Satelliten und GPS-Systeme wurden im Zuge dieser seltenen Naturerscheinung erwähnt. Dies ist ein weiterer Aspekt, der die Faszination um das Geschehen verstärkt, denn während Menschen auf den Straßen standen und die Polarlichter bewunderten, blieb im Hintergrund die Technologie nicht unbeeinflusst.

Insgesamt war der 19. Januar 2026 ein Abend, der vielen Münchner:innen lange in Erinnerung bleiben wird. Ein beeindruckendes Schauspiel, das einmal mehr die Macht und Schönheit der Natur demonstriert.