Silvester in München: Höchste Feinstaubwerte Deutschlands gemessen!

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München verzeichnete an Silvester 2025 extreme Feinstaubwerte, die gesundheitsschädlich sind. Experten warnen vor Böllerverbot.

München verzeichnete an Silvester 2025 extreme Feinstaubwerte, die gesundheitsschädlich sind. Experten warnen vor Böllerverbot.
München verzeichnete an Silvester 2025 extreme Feinstaubwerte, die gesundheitsschädlich sind. Experten warnen vor Böllerverbot.

Silvester in München: Höchste Feinstaubwerte Deutschlands gemessen!

In der Silvesternacht krachten die Feuerwerkskörper nicht nur mit Licht und Lärm, sondern sorgten auch für eine alarmierende Luftverschmutzung in Deutschlands Städten. Am Neujahrsmorgen des 1. Januar 2026 meldete die Landshuter Allee in München schwindelerregende Feinstaubwerte von 1.458 µg/m³ – der höchste Wert in ganz Deutschland. Zum Vergleich, um die Mittagszeit am Silvestertag lag der Wert lediglich bei 22 µg/m³, was die dramatische Zunahme der Belastung am Jahreswechsel verdeutlicht. Zum Einsatz kam auch die Frankfurter Allee in Berlin, wo eine Stunde nach Mitternacht 462 µg/m³ gemessen wurden. Solche hohen Werte sind nicht gerade gesundheitsförderlich, denn der Grenzwert für PM10 liegt bei 50 µg/m³, wie BR24 berichtet.

In der gesamten bayerischen Region waren die Feinstaubwerte besorgniserregend hoch. Neben München wurden auch in Augsburg mit 524 µg/m³ und in Städten wie Ingolstadt, Nürnberg und Neu-Ulm hohe Werte registriert. Eine positive Ausnahme bildete die Oberpfalz, wo die Luft in Orten wie Sulzbach-Rosenberg mit 5 µg/m³ und in Tiefenbach mit 8 µg/m³ als bemerkenswert sauber galt. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert bereits seit längerem ein bundesweites Böllerverbot, um die Bevölkerung vor den Gefahren der Angriffen auf die Atemwege zu schützen – schließlich wirken sich diese hohen Feinstaubkonzentrationen besonders negativ auf sensible Gruppen wie Kinder oder ältere Menschen aus.

Wie Stein auf dem Wasser

Der Neujahrsmorgen ist traditionell ein Tag mit besonders hoher Luftverschmutzung in Deutschland. Auch wenn der Süden häufiger betroffen ist, zeigt sich die Problematik latenter als auf den ersten Blick zu erkennen. Beispiel Tübingen: Hier lag die PM10-Konzentration um 8 Uhr bei 80 µg/m³, während der bundesweite Durchschnitt rund 15 µg/m³ betrug. Dies sind Werte, die weit über dem zulässigen Mittelwert liegen. Die Spitzen wie in München, wo teils gegen Mitternacht fast 800 µg/m³ erreicht wurden, blieben 2026 dank windiger Wetterbedingungen allerdings aus. Das Windspiel half, die Schadstoffe rascher zu verteilen.

Nachhaltige Auswirkungen des Feuerwerks

Feuerwerkskörper sind nicht nur für den kurzfristigen Anstieg an Feinstaub verantwortlich, sondern haben auch langfristige ökologische Folgen. Jährlich werden durch Böllerei etwa 2.050 Tonnen PM10 freigesetzt, was ungefähr 1% der jährlichen Gesamtemissionen in Deutschland ausmacht, so das Umweltbundesamt. Diese Masse trägt nicht nur zur Luftverschmutzung bei, sondern führt auch zu Verletzungen, Verängstigungen bei Haustieren und erhöht die Müllmenge, die in den Straßen bleibt. Was dabei oft übersehen wird: Der Straßenverkehr und Holzöfen sind für etwa 10-20% der jährlichen PM10-Emissionen verantwortlich und dominieren somit die Luftverschmutzung im Alltag weit mehr als die Pyrotechnik.

Zu guter Letzt bleibt festzuhalten, dass die Ergebnisse zur Überschreitung der Grenzwerte in Bayern am 2. Januar veröffentlicht werden. In der Hoffnung auf eine nachhaltigere Zukunft könnten die Bürger und Bürgerinnen auch in den kommenden Jahren Rückenwind für eine Reduktion von Feuerwerkskörpern bekommen, um Umweltschäden und Gesundheitsrisiken zu minimieren.