Kulmbachs Alte Feuerwache schließt: Wirtschaftskrise trifft Gastronomie!
Kulmbach erlebt eine Welle von Restaurantinsolvenzen, darunter die "Alte Feuerwache" und die "Weinbrücke". Faktoren sind wirtschaftliche Schwierigkeiten und Personalmangel.

Kulmbachs Alte Feuerwache schließt: Wirtschaftskrise trifft Gastronomie!
Das Jahr 2026 beginnt mit einem traurigen Kapitel für die Gastronomie in Kulmbach. Das beliebte Restaurant „Alte Feuerwache“ hat zum Jahreswechsel seine Türen geschlossen. Der letzte Abend im Lokal fand am Dienstag, dem 30. Dezember 2025, statt. Der Betreiber hatte bereits im Oktober 2025 einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht in Bayreuth gestellt, was die angespannte Situation offenbarte. Peter Roeger von der Pluta Rechtsanwalts GmbH, der als Insolvenzverwalter tätig ist, lenkte die Aufmerksamkeit auf die herausfordernden Rahmenbedingungen, die die Zukunft des Restaurants, bis zur endgültigen Schließung, ungewiss machten. InFranken berichtete, dass die alte Wache bereits mit rückläufigen Umsätzen zu kämpfen hatte, die auf ein verändertes Kundenverhalten und die allgemeine konjunkturelle Lage zurückzuführen sind. Hohe Kosten waren vielseitig, und die finanzielle Belastung führte zu wachsender Liquiditätsschwierigkeit.
Die Schließung der „Alten Feuerwache“ ist jedoch nicht das einzige traurige Kapitel. Auch das Restaurant und Hotel „Weinbrücke“ musste Insolvenz anmelden, trotz umfassender Sanierungsmaßnahmen in den vergangenen Jahren. Alexander Schütz, Sprecher der Kulmbacher Gastronomen, nannte in einem Bericht der Frankenpost, dass die Gastronomiebranche unter erheblichem Druck steht. Gründe dafür sind Personalmangel, steigende Preise und die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 19 Prozent. Die Gäste treffen oft schwerwiegende Entscheidungen, ob sie sich einen Restaurantbesuch in der aktuellen wirtschaftlichen Situation leisten können.
Die Herausforderungen der Gastronomie
Die Lage in der deutschen Gastronomie bleibt prekär. Prognosen von CRIF zeigen, dass im Jahr 2024 ein Anstieg der Insolvenzen um über 30 Prozent im Vergleich zu 2023 möglich ist. Von 906 Insolvenzen im Jahr 2023 wird erwartet, dass sich die Zahl auf 1.190 im kommenden Jahr erhöht. Eine hohe Inflation, der Trend zum Homeoffice sowie eine Erhöhung der Mehrwertsteuer setzen viele Betriebe zusätzlich zu. Besonders das Mittagsgeschäft leidet, da das veränderte Arbeitsverhalten zu signifikanten Einnahmeverlusten führt. CRIF hebt hervor, dass gut geführte, beliebte Restaurants zwar in der Lage sind, erhöhte Kosten an die Gäste weiterzugeben, doch viele kleinere und weniger bekannte Betriebe um ihr Überleben kämpfen.
Die Gastronomiebranche zeigt eine klare Zweiteilung: Während einige Betriebe den wirtschaftlichen Druck durch Preiserhöhungen abmildern können, bleibt anderen nur die Möglichkeit, still und leise aufzugeben. Dies führt zu einer wachsenden Anzahl an leerstehenden Restaurants in Kulmbach, da sich kaum jemand findet, der bereit ist, diese zu übernehmen. Die Unsicherheit über die wirtschaftliche Zukunft dieser Betriebe bleibt für viele Gastronomen ein lotteriges Känguru.
Der Zusammenbruch der „Alten Feuerwache“ und der „Weinbrücke“ lässt sich in einen größeren Kontext stellen, der auf die Probleme der gesamten Gastronomiebranche hinweist. Viele Unternehmer stehen unter Druck, und die wirtschaftliche Stabilität bleibt ein heikles Thema.