Lagerfeuer löst Feueralarm in Berghütte – Bergretter im Einsatz!
Bergsteiger lösten in Garmisch-Partenkirchen Feueralarm aus. Rauch von Lagerfeuer zwang Einsatzkräfte zur Prüfung, keine Schäden.

Lagerfeuer löst Feueralarm in Berghütte – Bergretter im Einsatz!
Ein aufregendes Wochenende im Wettersteingebirge endete mit dramatischen Momenten für Wanderer und Bergsteiger. Am Samstag, den 10. Januar 2026, sorgten zwei Bergsteiger aus der Münchener Umgebung für eine unerwartete Alarmierung in der Berghütte Schachenhaus. Der feierliche Abend der beiden endete abrupt, als ihr Lagerfeuer Rauch erzeugte, der einen Brandmelder in der Hütte aktivierte. Laut Allgäuer Zeitung wurde die Integrierte Leitstelle gegen 20:30 Uhr informiert. Glücklicher Weise kam es zu keinem größeren Einsatz von Feuerwehr oder Polizei, da kein echtes Feuer, nur Rauch, entstanden war.
Die Wanderer löschten schnell ihr Lagerfeuer, und die alpinen Einsatzkräfte nahmen die Personalien der Bergsportler auf, wobei unklar bleibt, ob es zu strafrechtlichen Konsequenzen kommen wird. Dass es in der Hütte zu keinen Schäden kam, ist erfreulich, denn die Schachenhaus-Hütte, die auf 1.866 Metern Höhe liegt und rund 70 Schlafplätze bietet, hat eine lange Geschichte, seit ihrer Erbauung um 1870.
Einsätze unter erschwerten Bedingungen
Während die eine Gruppe noch Feierlaune hatte, fanden sich an diesem Samstagabend auch drei andere Bergsteiger im Wettersteingebirge in einer ernsten Lage wieder. Laut BR mussten die Einsatzkräfte der Bergwacht Grainau bei extremen Wetterverhältnissen – inklusive Sturm und Schneetreiben – aktiv werden. Einer der Bergsteiger hatte sich mit Beinschmerzen im Höllental-Klettersteig verletzt, ein anderer hatte die letzte Bergbahn am Zugspitzgipfel verpasst, während der dritte an der Hochalmbahn erschöpft war und nicht mehr absteigen konnte. Die Retter hatten es nicht leicht und mussten unter schwierigen Bedingungen die betroffenen Personen erreichen.
Der Hubschraubereinsatz war unter den gegebenen Witterungsbedingungen nicht möglich, weshalb die Retter mit der Seilbahn zum Zugspitzgipfel fuhren und dann zu Fuß weitergingen. Zwei Einsatzkräfte sicherten kritische Passagen, während die Bergwacht-Bereitschaft München letztlich die erschöpfte Person an der Hochalmbahn rettete. Zum Glück konnten alle drei Bergsteiger wohlbehalten ins Tal zurückkehren.
Vorbereitung ist das A und O
Die unterschiedlichen Einsätze am Wochenende zeigen einmal mehr, wie wichtig gute Vorbereitung und Respekt vor den alpinen Bedingungen sind. Die Bergwacht warnt immer wieder vor winterlichen Verhältnissen ab 2.000 Metern Höhe, wo viele Berghütten derzeit geschlossen sind. Touren durch das Höllental sollten nur von erfahrenen Bergsteigern unternommen werden, da es dort kritische Bereiche gibt, insbesondere oberhalb des Gletschers Höllentalferner. Bereitschaftsleiter Toni Vogg appelliert an die Bergsportler, ihre Kondition und Ausrüstung im Auge zu behalten und nicht in Selbstüberschätzung zu verfallen.
Für Notfälle sollten Bergsteiger die Notrufnummer 112 nutzen, die in Deutschland, Österreich und vielen anderen Ländern kostenfrei für Einsätze der Rettungsdienste ist. Falls kein Handyempfang besteht, empfiehlt es sich, das Handy auszuschalten, neu zu starten und die 112 ohne PIN einzugeben, wie im Artikel von Alpenverein erläutert wird.
Insgesamt zeigt das Wochenende im Wettersteingebirge, dass beim Wandern und Bergsteigen stets Vorsicht geboten ist. Ob beim gemütlichen Lagerfeuer oder beim anspruchsvollen Aufstieg, ein gutes Händchen für Sicherheit ist das A und O!