Fliegerhorst Fürstenfeldbruck bleibt bis auf Weiteres Bundeswehrstandort!
Der Fliegerhorst Fürstenfeldbruck bleibt bis auf Weiteres Bundeswehrstandort aufgrund sicherheitspolitischer Entwicklungen.

Fliegerhorst Fürstenfeldbruck bleibt bis auf Weiteres Bundeswehrstandort!
Die Nachricht schlägt ein wahrhaftes Erdbeben in der Stadt Fürstenfeldbruck: Der Fliegerhorst bleibt bis auf Weiteres Bundeswehrstandort. Wie merkur.de berichtet, hat die Bundeswehr von ihren ursprünglichen Plänen, das Gelände bis 2030 zu räumen, Abstand genommen. Die Entscheidung beruht auf der aktuellen sicherheitspolitischen Lage, die einen Abzug als nicht mehr tragbar erscheinen lässt.
Der Oberbürgermeister von Fürstenfeldbruck, Christian Götz, informierte die Fraktionsvorsitzenden in einer Video-Konferenz und drückte seine Erleichterung über die Entscheidung aus. „Trotz der positiven Nachricht müssen wir uns nun Gedanken über die Auswirkungen auf geplante Stadtviertel machen“, erklärte Götz. Unklar bleibt, wie lange die Bundeswehr tatsächlich bleiben wird, denn ein neues Abzugsdatum wurde bisher nicht genannt.
Ein Blick in die Geschichte des Fliegerhorsts
Der Fliegerhorst hat eine bewegte Geschichte. 1935 erbaut, diente das Gelände ursprünglich dem nationalsozialistischen Eroberungsdrang. Während des Kalten Krieges war der Standort zunächst ein Luftwaffenstützpunkt für die Amerikaner und später ab 1957 für die Bundeswehr. Der militärische Betrieb endete 2003, dennoch blieb das Areal für verschiedene Nutzungen von Bedeutung. Die letzten Militärflugzeuge landeten 2005, und verschiedene Ideen zur Umnutzung scheiterten bislang.
Wie sueddeutsche.de festhält, sind Kommunen im Großraum München stark an dem Gelände interessiert, besonders angesichts der hohen Bodenpreise. Viele Entwicklungspläne wurden aufgrund von Verzögerungen und der Blockade der Bundeswehr nicht umgesetzt. Ein Freizeitpark, ein Sportzentrum und ein Hochschulcampus sind nur einige der Ideen, die bislang ohne Erfolg blieben.
Zukünftige Planungen auf dem Fliegerhorst
Ab 2026 soll ein Standortdialog mit der Stadt Fürstenfeldbruck stattfinden, um den Flächenbedarf zu klären. Es ist wahrscheinlich, dass Teilbereiche des Areals in Zukunft für gewerbliche Nutzung freigegeben werden, doch ein Wohnungsbau scheint in der aktuellen Lage ausgeschlossen. Die Stadt plant bereits, die Rahmenplanung mit dem Büro Adept anzupassen, um flexibel auf die neue Situation reagieren zu können.
Markus Droth, der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, betonte die Notwendigkeit, Gespräche mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) und anderen zuständigen Stellen zu führen, um die neuen Gegebenheiten bestmöglich zu nutzen. Eine spannende Zeit steht bevor, während sich die Stadt und die Bundeswehr auf die Veränderungen einstellen müssen.
In der Vergangenheit gab es bereits Überlegungen, wie etwa die Einrichtung eines Ankerzentrums für Flüchtlinge oder die Entwicklung von Bildungs- und Erinnerungsorten, die jedoch durch die lange Unsicherheit um den Fliegerhorst erschwert wurden. Zukünftig könnte sich die Situation ändern, wenn Klarheit über die Nutzung des Geländes herrscht.
Zusammengefasst bleibt der Fliegerhorst Fürstenfeldbruck ein zentraler Punkt für die Stadtentwicklung, und während die Bundeswehr vorerst bleibt, stellt sich die Frage, wie die Stadt auf diese neue Realität reagieren wird. Die Pläne zur Konversion des Geländes müssen nun möglicherweise neu überdacht werden, um den Anforderungen der modernen Zeit gerecht zu werden.