Heute ist der 18.04.2026 und die Stadt Freising in Bayern steht ganz im Zeichen der Verkehrssicherheit. Im Rahmen eines bayernweiten Blitzmarathons hat die Polizei Freising an der Westtangente Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Ein Mythos, der sich hartnäckig hält, besagt, dass auf der Westtangente nicht kontrolliert wird. Dies wurde nun widerlegt, denn Polizist Mario Eisner-Zims war mit einer Laserpistole im Einsatz und konnte unter anderem einen VW Golf Kombi festhalten, der mit 29 km/h über dem erlaubten Limit unterwegs war.

Die Kontrollen sind Teil einer Initiative, die darauf abzielt, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Autofahrer für Geschwindigkeitsbegrenzungen zu sensibilisieren. Robert Weller von der PI Freising erklärt, dass Geschwindigkeitsübertretungen oft von Fahrer und Fahrzeug abhängen, und dass die Polizei an insgesamt 16 Messstellen im Landkreis Freising Präsenz zeigt. Die „abgesetzte Anhaltestelle“ am Eingang des Vöttinger Tunnels ermöglicht es den Beamten, Temposünder gezielt herauszuwinken. Sicherheitsaspekte für die Polizisten stehen dabei ebenfalls im Fokus.

Ergebnisse des Blitzmarathons

Insgesamt wurden im gesamten Freisinger Landkreis nur vier Geschwindigkeitsverstöße verzeichnet, was auf eine hohe Sensibilisierung der Autofahrer hindeutet. Das Fazit von Ralf Schmidt, einem der verantwortlichen Beamten, lässt sich klar zusammenfassen: Die Menschen haben die Informationen zum Blitzmarathon ernst genommen. Dies steht im Kontrast zu den fast 1300 Geschwindigkeitsverstößen, die bayernweit registriert wurden.

Die Münchner Polizei hatte im gleichen Zeitraum beim 24-Stunden-Blitzmarathon sogar 998 Geschwindigkeitsverstöße zu verzeichnen. Ein besonders krasser Fall war ein Fahrer, der mit 140 km/h statt der erlaubten 80 km/h auf der Staatsstraße 2070 zwischen Altkirchen und Sauerlach unterwegs war. Solche Geschwindigkeitsübertretungen stellen nicht nur eine Gefährdung für den Fahrer selbst dar, sondern auch für andere Verkehrsteilnehmer, insbesondere in der Nähe von Schulen und Kindergärten.

Ein landesweites Anliegen

Die Blitzmarathon-Aktion ist Teil des landesweiten Verkehrssicherheitsprogramms „Bayern mobil – sicher ans Ziel“. Ziel ist es, die steigende Zahl schwerer Verkehrsunfälle auf Landstraßen zu reduzieren, die im Vorjahr alarmierend zugenommen hat. Polizei und Verkehrsexperten betonen, dass überhöhte Geschwindigkeit oft die Ursache für tragische Unfälle ist, bei denen Menschenleben verloren gehen. Ein Beispiel aus Neuperlach verdeutlicht das, als ein 22-Jähriger die Kontrolle über seinen Jaguar verlor und zwei Personen schwer verletzte.

Die Polizei hofft, dass durch solche Maßnahmen das Bewusstsein für die Bedeutung von Geschwindigkeitsbegrenzungen geschärft wird. Denn letztendlich sind es nicht nur Zahlen, die zählen, sondern die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer auf unseren Straßen.