Revolutionäre CAR-T-Zellen: Heilmethode für Autoimmunerkrankungen!

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Erlangen präsentiert bahnbrechende CAR-T-Zelltherapie für schwere Autoimmunerkrankungen – vielversprechende Studienergebnisse.

Erlangen präsentiert bahnbrechende CAR-T-Zelltherapie für schwere Autoimmunerkrankungen – vielversprechende Studienergebnisse.
Erlangen präsentiert bahnbrechende CAR-T-Zelltherapie für schwere Autoimmunerkrankungen – vielversprechende Studienergebnisse.

Revolutionäre CAR-T-Zellen: Heilmethode für Autoimmunerkrankungen!

Viele Menschen in Bayern quälen sich mit schweren Autoimmunerkrankungen. Die Schmerzen und die ständige Erschöpfung belasten den Alltag und erfordern oft eine lebenslange Medikation. Besonders Erkrankungen wie systemischer Lupus erythematodes, systemische Sklerose und autoimmune Muskelentzündungen stehen dabei häufig im Vordergrund. Aber jetzt gibt es Hoffnung: Die CASTLE-Studie, die am Uniklinikum Erlangen in Zusammenarbeit mit der FAU durchgeführt wird, zeigt vielversprechende Ergebnisse im Bereich der CAR-T-Zelltherapie. Diese ist die größte Studie ihrer Art zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen, wie UK Erlangen berichtet.

Was macht die CASTLE-Studie so besonders? Die Behandlung mit CAR-T-Zellen könnte die Art und Weise revolutionieren, wie Autoimmunerkrankungen behandelt werden. Monatelang wurden 24 schwer erkrankte Patienten beobachtet, die auf herkömmliche Therapien kaum oder gar nicht angesprochen hatten. Die Ergebnisse sind vielversprechend: Eine einzige Infusion von CD19-CAR-T-Zellen hat es ermöglicht, die Autoimmunerkrankungen dauerhaft zu stoppen, ohne dass die Patienten zusätzliche Medikamente einnehmen mussten. Dr. Melanie Hagen, Oberärztin am Uniklinikum, hebt hervor, dass viele Patienten in einen therapiefreien Zustand gelangten.

Eine neue Hoffnung für Betroffene

Die CAR-T-Zellen werden aus den T-Lymphozyten der Patienten isoliert und gentechnisch verändert, um gegen die autoreaktiven Immunzellen vorzugehen. Durch diese innovative Vorgehensweise haben die Forscher die Möglichkeit, die Fehlsteuerung des Immunsystems zu behandeln. Diese Therapie ist bereits in der Krebsbehandlung etabliert und hat nun auch das Potenzial, in der Therapie von Autoimmunerkrankungen eingesetzt zu werden. Ein großes Ziel ist es, eine lebenslange Unterdrückung des Immunsystems zu vermeiden, während gleichzeitig die Selbstregulation des Immunsystems gefördert wird.

Ergänzend hierzu gibt es Berichte über die weltweit erste Therapie einer jungen Frau mit CAR-T-Zellen im März 2021. Diese Pilotstudie, veröffentlicht im New England Journal of Medicine, zeigt, dass durch die Therapie chronische Entzündungen in verschiedenen Organen und Gelenken aufgelöst werden konnten. Immunhemmende Mittel wie Kortison konnten bei vielen Patienten über Jahre hinweg abgesetzt werden, was die Lebensqualität erheblich verbessert, wie FAU hervorhebt.

Ein Schritt weiter in der Forschung

Die CAR-T-Zelltherapie wird weiterhin intensiv erforscht. Die Behandlung umschließt nicht nur gängige Autoimmunerkrankungen wie Lupus und Sklerose, sondern auch seltenere Erkrankungen. Wissenschaftler erhoffen sich von den CAR-T-Zellen eine gezielte Eliminierung von B-Lymphozyten, die für die Entstehung der Autoimmunerkrankungen verantwortlich sind. Diese B-Zellen können nach der Therapie keine neuen Entzündungen mehr auslösen, und neue, gesunde B-Zellen können zurückkehren. Hierzu werden die Therapieansätze in engen Kooperationen zwischen unterschiedlichen medizinischen Kliniken vorangetrieben, wie auch Tagesschau thematisiert.

Insgesamt zeigt sich, dass die CAR-T-Zelltherapie ein vielversprechender Lichtblick für die Behandlung von Autoimmunerkrankungen sein kann. Die Herausforderungen in der Herstellung der CAR-T-Zellen in spezialisierten Reinraumlaboren sind noch zahlreiche, aber der Erfolg der ersten Patienten motiviert die Forscher. Wer mehr über die aktuellen Studien erfahren und gegebenenfalls teilnehmen möchte, kann sich direkt ans Uniklinikum Erlangen wenden.