Alkoholdsünder am Steuer: Jungfahrer schläft im fahrenden Auto ein!
Polizeibericht Erlangen-Höchstadt: Vorfälle vom 19. Januar 2026 umfassen alkoholbedingte Verkehrsdelikte und Brandalarm.

Alkoholdsünder am Steuer: Jungfahrer schläft im fahrenden Auto ein!
Ruhen an der Wilhelm-Tell-Straße: Ein außergewöhnlicher Vorfall ereignete sich am Sonntagmorgen, als ein 19-jähriger Autofahrer in Erlangen mit laufendem Motor und eingeschaltetem Radio auf der Straße einschlief. Um 7:45 Uhr wurde die Polizei alarmiert, als ein Zeuge das Fahrzeug auf der Fahrbahn entdeckte. Die Einsatzkräfte fanden den jungen Mann vor, der kaum auf ihre Ansprache reagierte und sich weigerte, auszusteigen. Das Fahrzeug wurde daraufhin von zwei Streifenwagen blockiert, doch der Fahrer versuchte weiterhin, sich aus der Situation zu befreien.
Die Beamten brachen gewaltsam in den Wagen ein und führten eine Überprüfung durch. Schnell stellte sich heraus, dass der 19-Jährige unter erheblichem Alkoholeinfluss stand – mit einem Blutalkoholgehalt von etwa 1,2 Promille. Zudem wies er Spuren von Betäubungsmitteln auf. Der Vorfall hat eine rechtliche Konsequenz für den jungen Mann: Er muss sich wegen Trunkenheit im Verkehr verantworten. Nach einer Blutentnahme wurde er entlassen, jedoch blieb der Führerschein erst einmal in Polizeihand.
Alkohol am Steuer: Ein ernstes Thema
Hinter diesem Vorfall steckt ein großes gesellschaftliches Problem: Alkohol am Steuer. Laut einer Analyse von MPU Akademie sind alkoholbedingte Verkehrsunfälle in Deutschland tragischer Alltag. Im vergangenen Jahr wurden in Bayern mehr als 30.000 Anzeigen wegen Alkohol- und Drogenfahrten erstatten, die 5.000 Unfälle und 34 Todesfälle zur Folge hatten. Bis 2021 stieg die Zahl alkoholbedingter Unfälle in Bayern leicht um 1,5%, trotzdem zeigt ein langfristiger Rückgang, dass die Aufklärungsmaßnahmen wirken.
Besonders gefährdet sind junge Männer zwischen 18 und 34 Jahren: Sie machen über 40% der alkoholisierten Unfallbeteiligten aus. Auch die Deutsche Verkehrswacht hebt hervor, dass bereits geringe Mengen Alkohol das Reaktionsvermögen und die Wahrnehmung erheblich beeinträchtigen. So steigt das Unfallrisiko ab 0,3 Promille und verdoppelt sich bereits bei dieser Grenze.
Weitere Vorfälle im Landkreis
Doch das ist nicht der einzige Vorfall, der kürzlich Schlagzeilen machte. In Kalchreuth kam es am 17. Januar zu einem Brand auf einem Campingplatz im Sebalder Forst. Ein 49-jähriger Eigentümer, der im Wohnwagen schlief, konnte sich gerade noch in Sicherheit bringen, bevor der Wohnwagen und das Vorzelt in Flammen aufgingen. Die Feuerwehr konnte Schlimmeres verhindern, der Gesamtschaden beläuft sich auf ca. 50.000 Euro. Der Eigentümer zog sich dabei eine leichte Rauchgasintoxikation zu.
In Höchstadt a.d.Aisch mussten die Einsatzkräfte am gleichen Abend zu einem Automatenaufbruch auf einem Parkplatz ausrücken. Unbekannte hatten einen Automaten für Mystery-Pakete aufgebrochen, was zu einem Sachschaden von 1.000 Euro und einem Warenwert von 500 Euro führte. Polizeiinspektion Höchstadt bittet zeugen um Hinweise.
Schließlich gab es einen weiteren Einsatz der Feuerwehr am Sonntagabend, als es zu qualmenden Kabeln in der Straße Am Aischpark kam. Der Rauch entstand durch einen Heizlüfter, jedoch blieb es ohne nennenswerte Schäden – weder Personenschäden noch größere Sachschäden standen zu Buche.