Wohnungsnot im Landkreis Ebersberg: Leerstand nimmt dramatisch zu!

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Im Landkreis Ebersberg stehen viele Wohnungen leer, während die Wohnungsnot wächst. Bürgermeister und Bürger fordern Lösungen.

Im Landkreis Ebersberg stehen viele Wohnungen leer, während die Wohnungsnot wächst. Bürgermeister und Bürger fordern Lösungen.
Im Landkreis Ebersberg stehen viele Wohnungen leer, während die Wohnungsnot wächst. Bürgermeister und Bürger fordern Lösungen.

Wohnungsnot im Landkreis Ebersberg: Leerstand nimmt dramatisch zu!

Im Landkreis Ebersberg wächst die Wohnungsnot, während gleichzeitig viele Häuser leerstehen. Das Thema erwärmt die Gemüter, denn es trifft viele Familien, die vergeblich nach einem Zuhause suchen. Besonders im Ortsteil Altenburg von Moosach stehen Anwesen seit mehreren Jahren unbewohnt, was Bürgermeister Michael Eisenschmid mit den Worten beschreibt: „Die Situation ist kompliziert“.

Die Bürgerin Theresia R. kennt mindestens sieben leerstehende Gebäude in ihrer Umgebung und fordert dringend klare gesetzliche Regelungen, um diese Missstände zu beheben. Sie hat dazu auch den Kontakt zu dem Bundestagsabgeordneten Andreas Lenz (CSU) gesucht, um auf die Problematik aufmerksam zu machen. Lenz mahnt jedoch, dass strengere staatliche Regeln oft auch mehr Bürokratie mit sich bringen können. Diese Sorgen beziehen sich nicht nur auf Ebersberg, sondern sind Teil eines landesweiten Problems, wie auch BR24 berichtet.

Leerstand in Bayern und die Ursachen

Der Zensus 2022 hat ergeben, dass in Deutschland rund 1,9 Millionen Wohnungen leerstehen – über die Hälfte davon seit mehr als einem Jahr. In urbanen Gebieten wie München lag die Leerstandsquote bei 2,4 Prozent, was einer Vielzahl von ungenutztem Wohnraum entspricht. Hauptgründe für den Leerstand sind oftmals Erbstreitigkeiten, rechtliche Hürden und unvorteilhafte Verkaufsbedingungen. Doch die Situation ist nicht einfach zu lösen. Matthias Günther vom Pestel Institut stellt fest, dass immer mehr Eigentümer nicht bereit sind, ihre leerstehenden Wohnungen zu vermieten.

In München werden einige Maßnahmen ergriffen, um diesem Missstand zu begegnen. Seit 1972 gibt es ein Zweckentfremdungsverbot, das verhindert, dass Wohnraum länger als drei Monate leersteht oder gewerblich genutzt wird. Die Merkur berichtet, dass im Jahr 2023 in München 465 Wohneinheiten vor illegaler Zweckentfremdung bewahrt werden konnten – ein neuer Höchststand.

Ein Ausblick auf die Zukunft

Bürgermeister Eisenschmid und Theresia R. sind sich einig: Neue Flächen zu überbauen, während bestehende Wohnungen leerstehen, ist ein Ansatz, der nicht weiterverfolgt werden sollte. Eisenschmid plant Kontakt zu den Eigentümern aufzunehmen und befürwortet einen Dialog statt starrer Vorschriften. Die Diskussion um die Nutzung bestehender Gebäude und die Reduzierung des Leerstands wird also weiterhin ein wichtiges Gesprächs- und Handlungsfeld sein.

Die Diskussion um Wohnraum ist in Deutschland also alles andere als neu. Der Wohnungsbedarf steigt, besonders in Metropolen, wohin auch die Forderungen nach politischen Maßnahmen wie dem Wohnungsbau-Turbo zielen. Bei der Suche nach Lösungen bleibt jedoch die Frage, wie man schnell und effektiv auf die Herausforderungen der Wohnungssituation reagieren kann, ohne die bürokratischen Hürden weiter zu erhöhen.

Was bleibt, ist die Hoffnung auf einen Wandel – sowohl in den Köpfen als auch in den Regierungen, um die bestehende Wohnraumsituation zum Besten aller zu gestalten.