Gedenklauf von Dachau nach Auschwitz: Ein Zeichen der Versöhnung!
Am 11. Februar 2026 wird in Weichs ein Film über den Staffellauf von Dachau nach Auschwitz gezeigt, der an die Befreiung erinnert.

Gedenklauf von Dachau nach Auschwitz: Ein Zeichen der Versöhnung!
In einem bewegenden Projekt sind im Mai 2025 Sportler aus den Landkreisen Dachau und Oświęcim/Auschwitz gemeinsam eine Strecke von über 1.000 Kilometern gelaufen. Anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung der Konzentrationslager Auschwitz und Dachau wurde dieser Lauf der Versöhnung ins Leben gerufen. Ziel war es, nicht nur an die Gräuel des Zweiten Weltkriegs zu erinnern, sondern auch die Freundschaft zwischen den beiden Landkreisen zu stärken. Erzbistum München berichtet von dieser ehrgeizigen Unternehmung.
In zehn Tagen legten die Teilnehmer die Strecke zurück, die zahlreiche Gedenkorte umfasste. Dabei begleitete Ferdinand Kauppert aus Weichs die Sportler mit seiner Kamera und dokumentierte die bewegenden Momente des Laufes. Nun wird der Film über dieses beeindruckende Projekt am 11. Februar 2026 um 19.30 Uhr im Pfarrheim St. Martin in Weichs gezeigt, organisiert in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Indersdorf und dem Dachauer Forum. Das Publikum darf sich auf bewegende Berichte von Organisatoren und Teilnehmern freuen, die gemeinsam die Erinnerungen wachhalten wollen.
Der Holocaust im Fokus der Erinnerung
Im Kontext der Erinnerungskultur ist es wichtig, auch über die Verbrechen des Nationalsozialismus aufzuklären. Die KZ-Gedenkstätte Dachau trägt mit speziellen Veranstaltungen dazu bei. Am 27. Januar, dem Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, wird in einem Themenrundgang die Verwicklung des KZ Dachau in die planmäßigen Morde an europäischen Juden thematisiert. KZ-Gedenkstätte Dachau bietet Interessierten die Möglichkeit, mehr über diese dunkle Zeit der Geschichte zu erfahren. Maximilian Lütgens, ein Mitarbeiter der Bildungsabteilung, wird die Teilnehmer durch die Geschehnisse führen.
Es ist vorgesehen, sich bis 13:45 Uhr an der Infotheke des Besucherzentrums anzumelden, da die Teilnehmerzahl auf 30 Personen begrenzt ist. Die Kosten für den Rundgang betragen 4 Euro, ermäßigt 2 Euro für Menschen mit Schwerbehindertenausweis. Diese Veranstaltungen tragen dazu bei, die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten und das Bewusstsein für die Gräueltaten zu schärfen.
Internationale Jugendbegegnungen und Erinnerungskultur
Über die lokalen Erinnerungsinitiativen hinaus engagieren sich auch internationale Gruppen für die Aufarbeitung der Vergangenheit. Eine Gedenkveranstaltung in Hannover brachte über hundert Teilnehmer von Schulen aus Deutschland und Polen zusammen. Hier wurde das Motto „Don’t forget us – Vergesst uns nicht“ ausgegeben, wobei Schüler ihre Eindrücke in Form von Präsentationen und Gedichten lebendig werden ließen. Diese Jugendbegegnungen, die seit 2011 stattfinden, sollen die Werte Zivilcourage und die europäische Erinnerungskultur fördern. Hannover.de hebt hervor, wie wichtig es ist, solche Themen gerade heute, in einer Zeit, in der Krieg wieder in Europa stattfindet, im Gedächtnis zu behalten.
Mit solch vielfältigen Ansätzen wird die Erinnerung an die Verfolgten und Opfer des Nationalsozialismus lebendig gehalten. Sei es durch sportliche Aktivitäten, Gedenkrunden oder Schulprojekte – die Gesellschaft ist gefordert, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und für die Zukunft zu lernen.