FDP scheitert: Zu wenige Unterschriften für Kommunalwahl in Tölz!
Die FDP scheitert in Bad Tölz-Wolfratshausen an der Zulassung zur Kommunalwahl. Unterschriftenmangel als Hauptgrund.

FDP scheitert: Zu wenige Unterschriften für Kommunalwahl in Tölz!
Die Kommunalwahl im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen wirft ihre Schatten voraus, doch die FDP muss einen Rückschlag einstecken. Der Kreisverband hat es nicht geschafft, die erforderlichen Unterstützerunterschriften für die anstehende Wahl zu sammeln, was den Start einer Wahlkampagne, die die Zukunft der Partei im Landkreis entscheidend beeinflussen sollte, stark gefährdet. Um für die Kreistagswahl am 8. März antreten zu können, waren 385 Unterschriften notwendig; letztlich kamen nur 145 zusammen.
Das Bild wird noch düsterer, wenn man einen Blick auf die Gemeinderatswahl in Lenggries wirft. Hier benötigte die FDP sogar 180 Unterschriften, schaffte aber nur kümmerliche 19. Simon Roloff, der Kreisvorsitzende und Spitzenkandidat der FDP, zeigt sich enttäuscht und bezeichnet das Scheitern als „mehr als enttäuschend“. Seine Worte sind eindringlich, denn das Vertrauen in die Unterstützung der Bevölkerung ist offenbar nicht gewachsen.
Ursachen für das Scheitern
Roloff betont, dass die FDP aktiv um Unterschriften geworben hat. Viele Passanten seien jedoch nicht bereit gewesen, ins Rathaus zu gehen, um ihre Unterstützung zu leisten. Die Unterschrift ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Wahl, jedoch scheinen die Hürden auf der Suche nach Unterstützern groß zu sein. Die Anforderungen an die Bürger sind klar: Unterstützungsunterschriften müssen persönlich geleistet werden, was für viele eine Hürde darstellt. Laut Bundeswahlleiterin sind hierfür handschriftliche Unterschriften von mindestens 200 wahlberechtigten Personen im Wahlkreis erforderlich.
Die Zeit war knapp, denn die Frist für das Sammeln der Unterschriften lief vom 19. Januar 2026 bis zur Aufstellung der Bewerber, ein Prozess, der nicht nur organisatorisches Geschick, sondern auch starke lokale Verbundenheit voraussetzt. Roloff fordert daher eine Änderung der Zulassungsvoraussetzungen und verleiht seiner Hoffnung Ausdruck, dass etwa digitale Unterschriften ermöglicht werden, um die ganze Sache zu erleichtern.
Konkurrenz schläft nicht
Trotz dieser Rückschläge steht die FDP nicht alleine im Abseits. Andere Gruppierungen im südlichen Landkreis haben die Hürden erfolgreich genommen. Listen wie die Bürgervereinigung Bad Heilbrunn und die Unabhängige Wählerschaft in Sachsenkam konnten ihre Unterstützungsunterschriften erfolgreich sammeln. Auch die ÖDP in Kochel sowie die Gruppierung „Schlehdorf miteinand“ sind hier zu nennen, die den notwendigen Rückhalt für eine Teilnahme an der Wahl sicherten.
Obwohl es jetzt um die politische Zukunft der FDP im Landkreis nicht gut steht, bleibt Simon Roloff optimistisch. „Wir werden trotz der aktuellen Herausforderungen weiterhin vor Ort präsent sein“, versichert er. Der Wunsch, als frischer Kopf neue Ideen in den Kreistag zu bringen, bleibt ungebrochen. Man darf gespannt sein, wie sich die Situation weiterentwickeln wird.
Wer Fragen zu den Unterstützungsunterschriften oder den Plänen der FDP hat, kann sich übrigens direkt an Roloff wenden unter simon.roloff@fdp-toel-wor.de.