Lauter Knall über Augsburg: Eurofighter durchbrechen die Schallmauer!

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Lautes Knallgeräusch über Augsburg am 20. Januar 2026, vermutlich durch Überschallflug von Eurofightern der Bundeswehr verursacht.

Lautes Knallgeräusch über Augsburg am 20. Januar 2026, vermutlich durch Überschallflug von Eurofightern der Bundeswehr verursacht.
Lautes Knallgeräusch über Augsburg am 20. Januar 2026, vermutlich durch Überschallflug von Eurofightern der Bundeswehr verursacht.

Lauter Knall über Augsburg: Eurofighter durchbrechen die Schallmauer!

Am Dienstag, dem 20. Januar 2026, erfüllte ein ohrenbetäubender Knall die Luft über Augsburg. Was hinter diesem lauten Geräusch steckte, sorgt weiterhin für rege Diskussionen unter den Anwohnern. Laut Augsburger Allgemeine könnte die Ursache eine Übung der Bundeswehr mit Eurofightern gewesen sein, die bestätigte aber noch nicht, ob dies tatsächlich der Fall war.

Bereits am 13. Januar 2026 gab es einen ähnlichen Vorfall in der Region, der sich ebenfalls auf eine Bundeswehrübung zurückführen ließ. An dieser aktuellen Übung waren sechs Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 aus Neuburg sowie ein A400M des Luftwaffengeschwaders 62 aus Wunstorf beteiligt. Die Luftmanöver fanden zwischen 14.30 Uhr und 14.45 Uhr im temporären Luftraum TRA Allgäu statt, der auch Augsburg umfasst.

Überschallgeschwindigkeit und ihre Folgen

Während der Übungen beschleunigten zwei der Eurofighter auf Überschallgeschwindigkeit und erzeugten dadurch den markanten Knall. Die Flugzeuge erreichten Geschwindigkeiten von etwa 1485 Kilometern pro Stunde, was sie in die Nähe von 1200 km/h brachte, der Schwelle zur Schallmauer, wie NAG Bayern erläutert. Diese immense Geschwindigkeit führt zur Bildung von Druckwellen, bekannt als Stoßwellen, die auch als „Doppelknall“ bezeichnet werden können und bis zu 40 Kilometer von der Quelle gehört werden.

Ein solches Geräusch entsteht, wenn Flugzeuge die Schallmauer durchbrechen, dies ist in Deutschland nicht ungewöhnlich, vor allem nicht in Verbindung mit militärischen Übungen. Häufig gehören diese Trainingsflüge zur Vorbereitung auf NATO-Manöver wie „Air Defender“. Ähnlich wie bei einem Vorfall am 24. November 2025, als zwei Eurofighter über Augsburg flogen und einen ähnlichen Lärm verursachten, lässt sich nicht leugnen, dass der militärische Flugbetrieb örtliche Diskussionen um Lärmbelästigung angefacht hat.

Ein umstrittenes Thema

Die militärischen Übungen, die im Luftraum über Augsburg stattfinden, haben nicht nur strategische Hintergründe, sondern sind auch mit Belangen der Anwohner verbunden. Viele Bürger wünschen sich weniger Lärmbelästigung, die regelmäßig durch solche Übungen verursacht wird. Die Bundeswehr versichert zwar, dass die Flüge innerhalb der geltenden Bestimmungen stattfinden und versucht, die Belastung für die Anwohner so gering wie möglich zu halten, dennoch bleibt die Frage der Häufigkeit dieser Überschallflüge über Augsburg weiterhin ungewiss.

In Deutschland existiert ein kompliziertes System von Lärmschutz- und Einschränkungsgebieten für militärische Übungen, das die Belange der Anwohner berücksichtigen soll. Verfügbare Informationen über militärische Flugbewegungen können über die Flug-Datenbank „ADS-B Exchange“ abgerufen werden, was den Interessierten einen ungefähren Einblick in die Aktivitäten am Himmel ermöglicht.

Die Technik des Überschallflugs ist nicht nur für die Bundeswehr von Bedeutung, sondern hat auch Auswirkungen auf die Entwicklung ziviler Flugzeuge. Technologien wie der „Low Boom“ von NASA sollen helfen, Lärm bei Überschallflügen zu reduzieren, was in der zivilen Luftfahrt jedoch oft umstritten bleibt. Angesichts der hohen Betriebskosten und des Kraftstoffverbrauchs bleibt die Frage offen: Wie oft werden die Bürger in Augsburg sich in Zukunft mit den Geräuschen überfliegender Jetflugzeuge auseinandersetzen müssen?