Oberallgäu

Masern-Alarm: Weltweit 300.000 Fälle – Kinder besonders gefährdet!

In den USA ist erstmals seit einem Jahrzehnt ein Kind an Masern gestorben. Der tragische Vorfall ereignete sich im Februar und betrifft ein sechsjähriges Mädchen, das in einer Klinik verstarb, nachdem sie an den Folgen der Masernviruserkrankung litt. Der Vorfall steht im Kontext eines alarmierenden Anstiegs der Masernfälle weltweit, der 2023 seinen Höhepunkt erreichte. Laut der Allgäuer Zeitung stieg die Zahl der Maserninfektionen im vergangenen Jahr um ein Fünftel. Es wird geschätzt, dass rund zehn Millionen Menschen im Jahr 2023 an Masern erkrankten.

Diese besorgniserregende Entwicklung wurde auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervorgehoben, die sich weiterhin das Ziel gesetzt hat, Masern weltweit auszurotten. Die WHO berichtet, dass 2023 mehr als 300.000 Masernfälle registriert wurden, wobei eine deutliche Tendenz zu einem weiteren Anstieg im Jahr 2024 erwartet wird.

Aktuelle Situation in Europa

Gerade in der Europäischen Region steigen die Masernfälle weiterhin sprunghaft an. Im ersten Quartal 2024 wurden bereits 56.634 Masernfälle und vier Todesfälle in 45 von 53 Ländern gemeldet. Im gesamten Jahr 2023 gab es 61.070 bestätigte Masernfälle und 13 Todesfälle aus 41 Ländern, wie die WHO und UNICEF in einer gemeinsamen Erklärung betonen. Diese erschreckenden Zahlen verdeutlichen die gravierenden Auswirkungen der Masern, insbesondere auf Kleinkinder, die anfällig für schwere Komplikationen sind.

Über 50% der an Masern erkrankten Personen im Jahr 2023 wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Besonders besorgniserregend ist, dass nahezu die Hälfte der Erkrankten unter fünf Jahren alt war. Viele von ihnen hatten während der COVID-19-Pandemie wichtige Routineimpfungen verpasst. Laut WHO hatten über 75% der Kinder unter fünf Jahren, die 2023 an Masern erkrankten, keine Impfdosen erhalten, und rund 99% von ihnen hatten keine zwei Dosen des Masernimpfstoffs erhalten.

Impfquoten und Empfehlung

Die WHO schlägt vor, dass mindestens 95% der Bevölkerung zwei Impfdosen erhalten sollten, um eine flächendeckende Immunität zu gewährleisten. Aktuell liegt die globale Impfquote für die erste Dosis bei 83%, während nur 74% der Kinder die zweite Dosis erhalten haben. Besonders auffällig sind die Masernzahlen in Deutschland, wo bis zum 21. April 2023 laut dem Robert Koch-Institut 162 Fälle gemeldet wurden, während es im gleichen Zeitraum im Vorjahr nur zehn Fälle waren. Dies zeigt einen besorgniserregenden Anstieg, der auf unzureichende Impfraten zurückzuführen ist, wie auch von Ärzte Zeitung berichtet.

Die WHO warnt, dass das Virus in Länder eingeschleppt wird, in denen sich ungeimpfte oder unzureichend geimpfte Menschen befinden. Länder ohne Masernfälle sollten proaktive Maßnahmen ergreifen, um eine mögliche Einschleppung zu verhindern, während Länder mit Ausbrüchen ihre Impfmaßnahmen intensivieren sollten, um Impflücken zu schließen.

Statistische Auswertung

Beste Referenz
allgaeuer-zeitung.de
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who.int
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aerztezeitung.de

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